Masern Bilder

Fotos und Bilder von Masern

Masern (Morbilli) ist eine hochansteckende Infektionskrankheit, die vor allem Kinder betrifft. Meist zeigen die Bilder bei Masern typische Merkmale. Daneben sind auch untypische Verläufe und Krankheitsbilder zu beobachten.

Masernvirus Bilder
von Photo Credit: Cynthia S. Goldsmith Content Providers(s): CDC/ Courtesy of Cynthia S. Goldsmith; William Bellini, Ph.D. [Public domain], via Wikimedia Commons
Der typische Verlauf zeigt zwei Phasen

Am Anfang steht die erste Phase, Prodomal- oder Initialstadium genannt. Sie dauert drei bis vier Tage und beginnt etwa zwei Wochen nach der Infektion. In dieser zeigt sich eine entzündete Augenbindehaut (Konjunktivitis). Sie geht mit erhöhter Lichtempfindlichkeit einher. Dazu kommen Entzündungen der oberen und mittleren Atemwege. Trockener, schmerzender Hustenreiz tritt auf. Weitere Bilder bei Masern in dieser Phase sind Kopf- und Halsschmerzen, Übelkeit und Fieber bis zu 39 Grad Celsius. Am Ende dieses Stadiums sinkt die Körpertemperatur.

 

von Bibliographisches Institut [Public domain, Public domain oder Public domain], via Wikimedia Commons
Einige Tage später beginnt die Exanthem-Phase (Exanthem = Ausschlag, griechisch: exantheo – „ich blühe auf“). Erstes Anzeichen ist eine Rötung des Gaumens. 24 Stunden danach bildet sich ein fleckiger, drei bis sechs Millimeter großer Ausschlag mit Knotenbildung. Er beginnt hinter den Ohren und breitet sich nach und nach über den gesamten Körper aus. Handflächen und Fußsohlen sind davon ausgenommen. Dieses Bild verschwindet nach vier bis fünf Tagen. Zuvor färbt sich das Exanthem dunkler. Häufig schuppt sich die Haut, während der Ausschlag zurückgeht. Die zweite Phase zeigt zusätzlich in vielen Fällen eine Schwellung der Lymphknoten. Diesen Abschnitt der Krankheit begleiten Fieberschübe mit Körpertemperaturen von über 40 Grad Celsius, die häufig Fieberkrämpfe nach sich ziehen.

 

Untypische Bilder bei Masern

In einer Grauzone bewegen sich die sogenannten weißen Koplik-Flecken der Wangenschleimhaut. Diese sind ein bis zwei Zentimeter groß und im vorderen Backenbereich zu finden. Sie treten nicht immer auf, aber oft genug, um sie nicht definitiv als atypisch zu bezeichnen. Ungewöhnliche Bilder bei Masern ergeben sich bei Erkrankten mit Besonderheiten des Immunsystems. Babys bis zum dritten Lebensmonat besitzen eine sogenannte Leih-Immunität. Antikörper der Mutter erzeugen einen Schutz, bis das Kind eine eigene Resistenz aufbaut. Hier treten mitigierte (abgeschwächte) Masern auf. Dasselbe gilt für Personen, die in Behandlung mit Immunglobulinen sind.

 

Etwa 70 Prozent der Masern-Erkrankungen folgen den typischen Bildern. Beim Rest kommen weitere Symptome hinzu. Die Häufigsten sind:

  • Durchfall (8 Prozent),
  • Lungenentzündung (6 Prozent),
  • Entzündung des Mittelohrs (7 Prozent).

 

Seltene Bilder bei Masern

Im ersten Stadium der Krankheit kommt es vereinzelt zu einer Laryngitis. In Entwicklungsländern erblinden Erkrankte in einigen Fällen aufgrund einer Keratitis. Auch Organe greift die Erkrankung gelegentlich an. Leber-, Nieren- oder Herz-Entzündungen sind die Folge. Ein weiteres Bild kann eine Appendizitis als Folge einer Masern-Infektion sein. Sehr selten – bei 0,1 Prozent der Erkrankungen – tritt in Verbindung mit der Kinderkrankheit eine Gehirn- oder Gehirnhaut-Entzündung auf. Dieses Bild, obwohl selten, führt bei einem Fünftel der Betroffenen zum Tode und hinterlässt bei einem Viertel der Erkrankten schwere Schäden des Gehirns.

Ein verspätetes Krankheitsbild ist die generalisierte Gehirnentzündung (SSPE, subakute sklerosierende Panenzephalitis). Sie tritt frühestens zehn Jahre nach der Masern-Infektion auf und führt in 95 Prozent der Fälle zum Tod. Einer von 10.000 Morbilli-Patienten erkrankt daran.

Letzte Aktualisierung am

weitere Quellen und Literatur:

  • Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 266. Auflage. Berlin 2014: Walter de Gruyter-Verlag. Onlineversion abgerufen
  • Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2016: G. Herold Verlag
  • Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte

Medizinischer Hinweis:

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