Gutartiges Neurinom – Erkennen und behandeln

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Neurinom am Hals

Das Neurinom wir auch als Schwannom bezeichnet und bezieht sich auf einen gutartigen Tumor, der zumeist langsam an Größe zunimmt. Die Basis dieses Gewächses lässt sich in den Schwann-Zellen finden. Sie sollen die Nervenfasern umhüllen. Vergrößert sich das Volumen dieses Tumors, kann es zu zunehmenden Schmerzen und Lähmungserscheinungen kommen, die sich schlussendlich auf den gesamten Organismus auswirken. Eine Bestrahlung oder eine chirurgische Entfernung ist kaum mehr zu vermeiden. In dem folgenden Beitrag werden wir erklären, wie ein solches Neurinom am Hals diagnostiziert und erkannt wird, wie es entsteht und wie eine fortführende Behandlung aussieht.

 

Mandelentzündung
Symptome erkennen Urheber: alexraths / 123RF

Wie Neurinom am Hals erkennen?

Ein Neurinom am Hals ist nicht leicht zu erkennen, denn die Tumorzellen nehmen nur sehr langsam an Volumen zu. Eine spezifische Altersgruppe lässt sich ebenfalls nicht ausmachen, so können Patienten jedes Alters an einem Neurinom am Hals erkranken. Wobei Fachärzte von einem Altersgipfel in einem Lebensstadium von 40-60 Jahren sprechen. Der Großteil aller Neurinome tritt am Hals, am Kopf oder an den Extremitäten auf. In diesem Zusammenhang sind die sensiblen Nerven um ein Vielfaches häufiger betroffen als die autonomen Nerven. Der überwiegende Teil dieser Tumore tritt vereinzelt auf und vergrößert sein Volumen über die Jahre. Im Zuge des Wachstumsprozesses erfolgt eine Verdrängung des gesunden Gewebes, das wiederum eine Lähmung der betroffenen Nerven nach sich zieht. Diese Lähmungserscheinungen machen sich auch durch starke Schmerzen bemerkbar.

 

Ist ein Neurinom am Hals lebensgefährlich?

Dieser gutartige Tumor geht von den Nervenscheiden-Zellen aus. Er sind die Zellen, die wiederum die reizleitenden Nervenfasern umfüllen und zugleich als eine Art Isolierung fungieren. Hier lässt sich mühelos ein Vergleich mit einem Stromkabel zurate ziehen, das als äußere Hülle und Isolierung sowie als Schutz vor den innenliegenden, stromführenden Drähten fungiert. Auch der Hals ist von einer hohen Anzahl unterschiedlicher Nerven durchzogen, diese werden von den Zellen umhüllt, die Neurinome ausbilden.

 

Die häufigsten Symptome für ein Neurinom am Hals

Die meisten Patienten werden durch auftretende Schmerzen auf das Gewächs aufmerksam und bemerken durch einen leichten Druck das Neurinom am Hals: Treffen Sie mit den Fingern auf diese Geschwulst bzw. den gutartigen Tumor, intensivieren sich die Schmerzen. Im Prinzip wirkt sich der Tumor auf den betreffenden Nerv und auf die Zellen aus. So leiden Betroffene auch unter Empfindungsstörungen, diese können sich nicht nur auf den Hals, sondern auch auf die Schulter und auf den Arm ausweiten. Darüber hinaus berichten viele von einer starken Reduktion der Kraftminderung.

 

Was tun bei einem Gewächs am Hals?

Stellen Sie ein solches Gewächs am Hals fest, gilt es, es nicht in Panik zu verfallen, sondern sofort einen Arzt zu kontaktieren. Ihrem Arzt ist es ausschließlich möglich, das Neurinom am Hals durch eine Ultraschalluntersuchung folgerichtig zu diagnostizieren. Alternativ dazu kann auch eine Kernspintomographie angewendet werden. Ist eine folgerichtige Diagnose erfolgt, wird dieser gutartige Tumor chirurgisch entfernt.

 

In einigen Fällen ist es notwendig, den betroffenen Nerv zu durchtrennen. Folglich muss der Arzt den durchtrennten Nerv rekonstruieren. In der Regel sind die Abschnitte der Nervenfasern, die weit genug von der Wirbelsäule entfernt sind, nach dem Durchtrennen funktionsunfähig. Der rekonstruierte Nerv wird nur sehr langsam einwachsen, so nimmt auch der Regenerationsprozess einen sehr langen Zeitraum in Anspruch.

Im Prinzip ist es möglich, dass ein Neurinom nicht nur am Hals, sondern auch in allen anderen Abschnitten des Organismus und des Nervensystems vorkommt. So können sich vor allen Dingen die spinalen Neurinome auf jeder Ebene des Rückenmarks einsetzen und entwickeln. Obendrein ist eine multiple Ausbildung dieser Tumore nicht gerade selten.

 

Was sind die Ursachen des Neurinoms am Hals?

Die eigentlichen Ursachen für das Neurinom am Hals sind bis zum heutigen Tage nicht bekannt. Wobei die Forschung davon ausgeht, dass vor allen Dingen die bekannte Neurofibromatose Typ 2 eine der Hauptursachen ist. Typ 1 ist um ein Vielfaches seltener. es erfolgt eine Mutation eines Gens, dies wird als NF 2 Mutation bezeichnet. Es handelt sich bei diesem gutartigen Tumor um einen eingekapselten Tumor, der eine helle gelbliche Schnittfläche aufweist. Die einzelnen Zellen des Tumors sind länglich und dünn.

 

Symptome für das Neurinom am Hals in der Übersicht:

  • Hörstörungen und Ohrensausen,
  • Beeinträchtigungen in der Bewegungskoordination,
  • Schmerzen in der Schulter, im Arm und in der Hand,
  • Beeinträchtigung der Kraft und der Energie,
  • Schmerzen und Druckgefühle.

 

Fazit

Schlussendlich hat ein Neurinom am Hals schon eine beträchtliche Größe angenommen, wenn Sie dieses über ein Druckgefühl am Hals ertasten können. Leider handelt es sich hierbei um einen schleichenden Prozess, sodass nur Wenige diesen gutartigen Tumor frühzeitig erkennen. Kommt es im Halsbereich zu Schmerz- und Druckempfindlichkeit, die auf Schulter und Arme ausstrahlt, gilt es, aufmerksam die gesamte Region des Halses zu überprüfen und abzutasten. Erfühlen Sie eine Unebenheit, die sich mit dem Druck weiter im Schmerz intensiviert, vereinbaren Sie einen Termin beim Arzt. Schlussendlich ist es möglich, diesen Tumor über eine Operation vollkommen zu entfernen und eine weitreichende Therapie zu garantieren, vorausgesetzt das Gewächs wird frühzeitig erkannt.

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