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Erythrozyten im Urin | 700

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Die Analyse auf Erythrozyten im Urin bildet einen entscheidenden Teilbereich der Medizin, denn der menschliche Urin enthält eine Vielzahl unterschiedlicher, nachweisbarer Stoffe. Die Erythrozyten sind die roten Blutkörperchen, die Sauerstoff durch das Blut transportieren. Über ihren Nachweis können grundlegende Erkrankungen frühzeitig diagnostiziert werden.

Vermehrung der Erythrozyten im Urin
Test Harn Urheber: jarun011 / 123RF Lizenzfreie Bilder

Erythrozyten  – Das zeigt der Urin-Schnelltest

Der Großteil der Teststreifen zum messen der Erythrozyten im Urin ist mehrfach unterteilt und wird als Urinschnelltest bezeichnet. Durch die Verfärbung des Blutes, des Zuckers und des Nitrits können bestimmte Abbauprodukte im Harn nachgewiesen werden. Obendrein stellt der Urintest auch eine der sichersten Nachweismethoden für die Schwangerschaft dar. Im Urin wird dann das Schwangerschaftshormon Beta-HCG nachgewiesen. Ein Facharzt benötigt für den Test den Mittelstrahlurin. Der Patient lässt den ersten Strahl ablaufen, hält den Urin kurz zurück, um im Anschluss die Probe in einem Gefäß aufzufangen. Besteht ein Verdacht der Entzündung der Harnröhre, wird der erste Strahl für die Probe genommen.

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Folgende Substanzen können im Urin nachgewiesen werden:

–       Glukose: Zucker,

–       Ketone,

–       Erythrozyten: rote Blutkörperchen,

–       Eiweiß,

–       Nitrit,

–       pH-Wert: Säuregehalt,

–       Bilirubin: ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin.

 

Die Aufgabe der Erythrozyten im menschlichen Organismus

Der größte Anteil der Zellen im Blut kommt den Erythrozyten zu. Die Hauptfunktion der roten Blutkörperchen besteht im Transport von Sauerstoff in das Gewebe. Wird eine Veränderung der Zahl der roten Blutkörperchen oder ihrer Form festgestellt, kann dies unterschiedliche Ursachen haben. Das menschliche Blut setzt sich 50 % aus Flüssigkeit und wiederum 50 % aus festen Bestandteilen zusammen. Der größte Anteil kommt den Erythrozyten zu. Überdies sind weiße Blutzellen – die Leukozyten – und Blutplättchen – die Thrombozyten – im Blut enthalten.

In der Lunge werden die Erythrozyten mit Sauerstoff betankt. Im Anschluss geben die Erythrozyten ihren Sauerstoff an die kleinen Haargefäße des Gewebes ab und nehmen Kohlendioxid auf, das bei der Zellatmung entstanden ist. Über die roten Blutkörperchen wird es dann in die Lunge transportiert und ausgeamtet. Die Erythrozyten sind nun wieder bereit, neuen Sauerstoff aufzunehmen und in das Gewebe zu transportieren. Der normale Erythrozytenanteil der Erythrozyten im Urin einer Frau liegt zwischen 4,1-5,1 Millionen/ μl. Bei Männern steigt der Anteil auf 4,5-5,9 Millionen/ μl. Bedenken Sie, dass es sich hier um Referenzwerte handelt und die ermittelten Werte – vom Labor abhängig – variieren. Darüber hinaus treten jahreszeitliche und tageszeitliche Schwankungen auf, ohne dass von einem Krankheitswert auszugehen ist. Klären Sie vorab mit Ihrem Arzt Ihre persönlichen Daten, bevor Sie sich von abweichenden Erythrozyten-Ergebnissen aus der Ruhe bringen lassen. Darüber hinaus gelten einzelne Laborergebnisse als nicht aussagekräftig. Sie sollten diese Ergebnisse immer im Zusammenhang mit anderen sehen und ins Verhältnis zum zeitlichen Verlauf setzen.

Kommt es zu einer Vermehrung der Erythrozyten im Urin, können zum Beispiel folgenden Erkrankungen vorliegen:

–       überschüssige Produktion des Knochenmarks, das sich in der krankhaften Vermehrung der roten Blutkörperchen bemerkbar macht,

–       Hormonstörungen und Stoffwechselerkrankungen,

–       Flüssigkeitsmangel und Nierenerkrankungen.

 

Sind wiederum zu wenig Erythrozyten im Urin enthalten, können zum Beispiel folgende Anomalien und Krankheitsbilder vorliegen:

–       Krankheiten, wie Leukämie und Tumore,

–       Vitaminmangel vor allem im Hinblick auf Vitamin B 12,

–       Blutverlust,

–       Eisenmangel sowie

–       chronische Infektionen.

Mit der Bestimmung der roten Blutkörperchen im Urin ist vom kleinen Blutbild die Rede. Die Untersuchungen des Bluts gehören zur Routine bei Narkose, Operationen oder bei einer Infektion. Besteht ein Verdacht einer Bluterkrankung oder von inneren und äußeren Blutungen sowie Nierenerkrankungen, fordert der Arzt zumeist dieses kleine Blutbild an. Stellt der Arzt dann zu wenig Erythrozyten im Blut fest, ist von einer Anämie die Rede. Bedenken Sie in diesem Zusammenhang, dass in einer Schwangerschaft und bei Kindern weniger Erythrozyten im Blut vorhanden sind.

 

Blut im Urin, was tun?

Stellen Sie Blut im Urin fest, gibt dies zumeist ein dramatisches Bild ab. Doch muss sich hinter dem Blut im Urin nicht immer etwas Negatives und Krankhaftes verstecken. Zum Teil kann die Ursache schon in der letzten Mahlzeit gefunden werden. Haben Sie zum Beispiel reichlich rote Beete gegessen, macht sich dies unmittelbar im Urin bemerkbar. Handelt es sich jedoch tatsächlich um Blut, ist es ratsam, den Arzt aufzusuchen, der unmittelbar die Ursache dafür findet. Im medizinischen Sinne ist bei Blut im Urin von der Hämaturie (Harnblutung) die Rede. Blut im Urin deutet zumeist darauf hin, dass etwas mit den Geschlechtsorganen nicht in Ordnung ist. Der Primärharn durchläuft ein Röhrensystem. Stück für Stück werden ihm seine Bestandteile entzogen. Ist dieser Prozess abgeschlossen, ist im eigentlichen Sinn vom Urin die Rede.

Links zu weiterführenden Untersuchung

http://www.internisten-im-netz.de/de_erythrozyten_1341.html

 

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