Eingeklemmter Nerv – Symptome und Behandlung

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Nerv eingeklemmt – Das können Sie tun:

Stechende oder brennende Schmerzen, die einhergehen mit Taubheitsgefühlen und einem starken Kribbeln, verweisen zumeist auf einen eingeklemmten Nerv. Gerade im Bereich des Nackens, des Rückens und des Halses, aber auch in den Schultern und Hüften kann ein Nerv eingeklemmt sein. Wir machen Sie in diesem Artikel auf die wichtigsten Symptome und eine effektive Behandlungsmöglichkeit aufmerksam.

Der eingeklemmte Nerv
Der eingeklemmte Nerv / Urheber : Dirk Köbernik .123rf.com/

Die häufigsten Ursachen für einen eingeklemmten Nerv

Die Muskelverhärtung gilt als typischste Ursache für einen eingeklemmten Nerv. Mithilfe einer effektiven Behandlung können Sie sich Linderung verschaffen. Betroffene sprechen in diesem Zusammenhang von einer erheblichen Beeinträchtigung der gesamten körperlichen und seelischen Funktionstüchtigkeit. Zum großen Teil ist von einem brennenden, stechenden oder einschließenden Schmerz die Rede, der einhergeht mit einem Kribbeln und Taubheit. Aufgrund starker Schmerzen ist das betroffene Körperteil in seiner Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt. Diese Symptome können sich auch auf andere Bereiche des Körpers ausweiten und stehen in unmittelbarer Verbindung zum gesamten Nervensystem. So berichten Patienten, dass sie neben chronischen Kreuzschmerzen auch in den Beinen und im Bereich der Hüfte mit schmerzbedingten Beschwerden zu kämpfen haben.

Ursachen – So kommt es zu einem eingeklemmten Nerv

Auch wenn ein eingeklemmter Nerv verschiedene Ursachen haben kann, verweisen Ärzte und Therapeuten häufig auf eine Muskelverhärtung. Diese zieht eine Entzündung oder Reizung des Nervs nach sich. Die menschliche Muskulatur ist unwiderruflich miteinander verbunden und bedingt einander. Muskelverspannungen machen sich einer Verkrampfung im Gewebe bemerkbar, die einen unmittelbaren und schadhaften Druck auf die Nervenbahnen aus. Eine Muskelverhärtung kann sich in Folge einer chronischen Fehlhaltung oder einer falschen und zu stark einseitigen Belastung entwickeln. Außerdem ist von Verschleißerscheinungen die Rede. Ein falscher und ungünstiger Bewegungsablauf beim Sport kann ebenfalls eine Verkrampfung direkt in der Muskulatur zur Folge haben. Auch hier ist der eingeklemmte Nerv die logische Konsequenz.

 

Bandscheibenvorfall erkennen und handeln!

Die meisten Patienten, die mit Schmerzen im Rückenbereich zu kämpfen haben, sind von einem Bandscheibenvorfall betroffen. Treten zusätzlich Taubheitsgefühle im Bereich der Beine und Arme auf, wird die Diagnose deutlicher. Was passiert bei einem Bandscheibenvorfall? Im Zuge dieser Erkrankung kommt es zu einer Verschiebung der Bandscheibe. Diese drückt im Nachgang auf die Nerven, die wiederum im Wirbelkanal verlaufen. In der Folge kommt es zu starken Schmerzen.

Nicht nur die Bandscheibe, auch gutartige sowie bösartige Tumoren können auf die Nerven drücken und zu unangenehmen Beschwerden führen. Treten über einen längeren Verlauf Beschwerden auf, sollten Sie einen Arzt konsultieren und der Ursache auf den Grund gehen.

Am häufigsten ist der Nacken, der Hals, die Schultern und der Rücken von dem eingeklemmten Nerv betroffen. Kommt es im Hinblick auf den Halsbereich zu ähnlichen Symptomen, können sich die Schmerzen auf den gesamten Rücken und den Kopf ausbreiten. Tritt der eingeklemmte Nerv wiederum im Bereich der Schultern auf, können Ihre Arme und Hände vom Schmerz betroffen sein. Im Bereich des Rückens ist zumeist von Problemen in der Wirbelsäule auszugehen.

 

In diesen Körperbereichen kommt es zum eingeklemmten Nerv

Für eine optimale Behandlung gilt es, die Ursachen zu analysieren. Ist die Muskelverhärtung die grundlegende Ursache für Ihre Schmerzen und den eingeklemmten Nerv, können muskelentspannende Medikamente vom Arzt oder eine Spritze direkt in den betroffenen Bereich verabreicht werden. Sie haben die Chance, Nervenschmerzen mit wärmenden Packungen zu behandeln. Diese regen über die Wärme die Durchblutung der Muskulatur an und lösen bestenfalls Ihre Verspannungen. In diesem Zusammenhang empfehlen wir nicht nur ein Heizkissen, sondern auch ein Kirschkernkissen oder ein medizinisches Wärmepflaster. Diese Pflaster fallen unter der Kleidung kaum auf und können auch im Büro und bei der Arbeit getragen werden.

Obendrein erreichen gezielte Massagen eine Linderung. Geschulte Hände und ausgebildete Physiotherapeuten sind in der Lage, hartnäckige Verhärtungen in der Muskulatur zu lösen. Kombinieren Sie mit einer Massage regenerative Kräftigungsübungen und Dehnübungen, die Sie in Ihren Alltag mit einbauen. Über diese Übungen können Sie Muskelverhärtungen vorbeugen. Besprechen Sie gemeinsam mit Ihrem Physiotherapeuten geeignete Übungsabläufe.

Vorsicht: Schonhaltung verhindern

Entgegen der Erwartung, eine schmerzende Stelle oder einen pochender Körperbereich zu schonen, sollten Sie diesen normal belasten. Die Schonhaltung kann die Verkrampfung der Muskulatur sogar verstärken. Ist es Ihnen aufgrund der Schmerzen nicht möglich, einen Körperbereich normal einzusetzen, greifen Sie zu schmerzstillenden Medikamenten. Neben den klassischen, schulmedizinischen Behandlungsmethoden gehen auch Akupunktur und Osteopathie auf einen eingeklemmten Nerv ein und verschaffen eine effektive Lockerung der Muskulatur. Alle diese Methoden gilt es, vorsorglich angewendet werden, um dem unangenehmen eingeklemmten Nerv von Anfang an aus dem Weg zu gehen.

Schnelle Hilfe bei eingeklemmtem Nerv

Haben Sie erkannt, dass Sie unter einem eingeklemmten Nerv leiden? Dann reagieren Sie sofort darauf. Verharren Sie im ersten Moment für einige Minuten in der Position, in der Sie mit dem Schmerz zu kämpfen haben. Atmen Sie tief ein und aus und bewegen langsam und bedacht die betroffene Stelle. Reagieren Sie nicht überhastet oder mit Hilfe von Gewalt ein. Dies würde den Schmerz und die Muskelverkrampfung intensivieren.

Fazit

Der eingeklemmte Nerv tritt vor allem im Bereich Hals, Nacken, Schulter und im Rücken auf. Er macht sich mit einem akut stechenden Schmerz bemerkbar und kann auf die umliegenden Körperteile ausstrahlen. Sie können über die Schulmedizin, muskelentspannende und schmerzstillende Medikamente, Ihren Beschwerden entgegenwirken. Alternativ dazu empfehlen wir Massagen, Physiotherapie sowie Osteopathie und Akupunktur. Vermeiden Sie die Schonhaltung der schmerzenden Körperbereiche. In diesem Fall würde sich eine Muskelverkrampfung verstärken. Leiden Sie über mehrere Tage unter einem eingeklemmten Nerv und tritt keinerlei Erleichterung ein? Dann sollten Sie auf jeden Fall mit einem Facharzt Rücksprache halten und der Ursache auf den Grund gehen.

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