Eigenurintherapie Erfahrungen dieser Behandlung

Anwendung und Wirkung der Eigenurintherapie

Die Eigenurintherapie gehört ähnlich wie die Eigenbluttherapie zu einer der ältesten Methoden der Naturheilkunde. So sagt man dem menschlichen Urin Wirkstoffe nach, die den Organismus ins Gleichgewicht bringen. Im Prinzip passiert bekommen Patienten bei dieser Therapie ihren eigenen Urin wieder verabreicht. In diesem Beitrag analysieren wir Eigenurintherapie und gehen auf den die Funktionen und die Wirkung detailliert ein.

Urin Behandlung
Eigenurintherapie Urheber: tomfotografeert / 123RF

Anwendungsgebiete der Eigenurintherapie

Gerade Allergiker setzen auf die Eigenurintherapie, um ihren Organismus zu stimulieren und sich mit den nötigen Abwehrkräften zu versorgen. Aus dem Blickwinkel der Naturheilkunde behandeln Ärzte über dieses Verfahren Erkrankungen wie Asthma, Neurodermitis, Heuschnupfen und allergische Ekzeme. Es werden drei Behandlungsmöglichkeiten unterschieden. Zum einen kann ein Arzt bzw. ein Therapeut jeden Tag 2-3 ml Eigenurin in die Muskeln indizieren. Zum anderen ist es möglich, Urin zu trinken oder auf den betroffenen Stellen zu verreiben. Eine fundierte, wissenschaftliche Analyse zur Behandlung von Allergien, wie Heuschnupfen, mit Eigenurin existiert bis zum heutigen Tage nicht.

Umstrittene Therapieform

Die eigentliche Wirkung führt man auf die rückfettenden Bestandteile zurück, die sich auch in vielen Cremes finden lassen. Auch wenn es zur Behandlung mit Eigenurin keinerlei auswertbare Untersuchungen und Statistiken gibt, so doch zur Wirkungsweise der Cremes. Diese sollen mit einem ähnlichen Wirkstoff erstaunliche Ergebnisse bei Ekzemen bewirken.

Dennoch bewegen wir uns mit der Eigenurintherapie in einem äußerst umstrittenen Gebiet, das von den gegensätzlichen Parteien kontrovers diskutiert wird. Allergiker Experte Walter Dorsch zur Thematik: „Selbst wenn Wirkstoffe im Urin vorhanden sein sollten, liegen sie doch in sehr geringen Konzentrationen vor.“ Er findet es widersinnig, etwas den Körper zuzuführen, was dieser eigentlich ausgeschieden hat. Es ist sinnvoll, sich ein eigenes Bild zu dieser Therapieform zu machen und die gegensätzlichen Argumente in Betracht zu ziehen.

 

Die Wirkungsweise der Eigenurintherapie

Die Naturheilkunde sieht in der Eigenurin- bzw. in der Eigenharntherapie eine Form der Umstimmungstherapie, die schon vor Tausenden Jahren von den Naturvölkern angewandt wurde. So kombinierten bereits die Inder diese Behandlung mit Yoga, um den Körper von belastenden Stoffen zu befreien. Selbst der griechische Arzt Hippokrates vertraute den Heilkräften des Urins.

Doch zum eigentlichen Durchbruch der Eigenurintherapie kam es erst mit dem Engländer John Amstrong, der im 20. Jahrhundert für eine wirkliche Verbreitung sorgte. Er behauptete, über den Eigenversuch seine Lungenerkrankung mit Eigenurin geheilt zu haben. Die Ärzte hätten ihn damals abgeschrieben. Das Prinzip ist denkbar einfach: Der Eigenurin wird dem Körper wieder injiziert, um einen Reiz in Gang zu setzen, der zu einer Reaktion des Immunsystems führt. Die konkrete Behandlung ist wiederum vom jeweiligen Krankheitsbild abhängig.

 

Was bewirkt Urin im menschlichen Körper?

Kommen wir mit Urin in Berührung, verspüren die meisten Menschen zuerst Ekel und können sich nicht mit der Vorstellung anfreunden, ihren eigenen Urin auch zu trinken. Aus diesem Grund entscheidet sich der Großteil der Patienten, für das Injizieren per Spritze. In der Folge soll Eigenurin auch schmerzlindernd und regulierend auf das Immunsystem des Menschen wirken.

Im Urin sind folgende Inhaltsstoffe enthalten:

  • Mineralstoffe: Kalium, Natrium, Calcium,
  • Vitamine und
  • Aminosäuren,
  • Hormone und

Über die Rückführung von Eigenurin wird unser Körper veranlasst, das Immunsystem in Gang zu setzen. Die Abwehrkräfte machen sich an die Arbeit und können in der Folge Krankheiten effektiver bekämpfen. Aus diesem Grund sind einige Therapeuten auch der Meinung, dass die Eigenurintherapie auch die Wundheilung begünstigt.

 

Fazit

Auch wenn bei vielen die Eigenurintherapie Ablehnung hervorruft, setzen die Befürworter seit vielen Jahrhunderten auf diese Behandlung. Über den Urin soll der Körper das Immunsystem aktivieren und effektiver gegen Abwehrkräfte vorgehen können. So wird die Eigenurintherapie bei Allergien, aber auch bei der Wundheilung und bei einer erhöhten Infektionsanfälligkeit angewandt. Diese Therapieform kann als Injektion, oral oder zur äußerlichen Anwendung auf der Haut angewandt werden. Jedoch gehört die Eigenurintherapie ausschließlich in die Hände eines erfahrenen und ausgebildeten Therapeuten.

 

Letzte Aktualisierung am

Literatur:

  • Wolfgang Piper: Innere Medizin. 2. Auflage. Stuttgart 2012: Springer-Verlag.
  • Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2016: G. Herold Verlag
  • Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte
  • Deutsches Ärzteblatt, Studien und aktuelle Nachrichten
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