Eigenbluttherapie Erfahrungen und Wirkung

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Reaktivierung des menschlichen Immunsystems durch eine Eigenbluttherapie

Bei der Eigenbluttherapie wird einem Patienten Blut entnommen, um es im Anschluss wieder zu injizieren. Die Befürworter sehen diese Form der Behandlung als eine unspezifische Umstimmungstherapie an. Die Eigenbluttherapie ist eindeutig der Alternativmedizin zuzuordnen. So soll das körpereigene Blut vor allen Dingen dem Fremdkörperreiz dienen. Für uns Grund genug, einen genauen Blick auf diese Therapieform zu werfen.

Blut als Therapie des Immunsystem
Eigenbluttherapie Urheber: bialasiewicz / 123RF

Was passiert bei der Eigenbluttherapie?

Gerade bei allergischen Erkrankungen und Infekten sowie bei Neurodermitis und Asthma greifen empfiehlt die Naturheilkunde die Eigenbluttherapie. So soll das injizierte Blut wiederum das Immunsystem des menschlichen Organismus aktivieren und entschieden gegen Viren und Bakterien vorgehen. Bei anderen Krankheiten steht vor allen Dingen die Optimierung der Fließfähigkeit des Blutes im Vordergrund. Es werden ca. 0,5-5 ml aus der Armvene entnommen. Die Injektion erfolgt dann zu einem späteren Zeitpunkt intramuskulär. Nur in wenigen Fällen wird das Blut intravenös wieder zurückgegeben. In Ausnahmefällen verabreicht man eine ganz geringe Menge Blut oral.

Dieser beste Form der Eigenbluttherapie: Sie initiieren ein paar Stunden später das entnommene Blut wieder. In der Zwischenzeit wird das Blut abgedunkelt und gekühlt aufbewahrt. Bei der Therapie mit defibriniertem Eigenblut bringen Therapeuten das Blut auf mechanische Art und Weise zur Gerinnung, um Fibrin zu entfernen. Weitere Möglichkeiten ergeben sich im Zusammenhang mit homöopathischen Präparaten.

 

Wann Eigenbluttherapie anwenden?

Über die Eigenbluttherapie möchte man die Reaktionsfähigkeit des Körpers in Bezug auf chronische Erkrankungen steigern. So versucht ein Therapeut über die Eigenbluttherapie die Selbstheilungskräfte des Körpers anzusprechen. Diese Form der Therapie geht auf den Grundsatz zurück: Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Bei folgenden Beschwerden und Krankheiten findet diese Therapie Verwendung:

  • erhöhte Sensibilität gegenüber Erkältungserkrankungen,
  • Immunschwäche,
  • chronische Krankheitsverläufe,
  • Pilzinfektionen,

Durchblutungsstörungen,

  • Migräne,
  • Beschwerden in den Wechseljahren und
  • Erschöpfungszustände.

Wir unterscheiden die unveränderte, die aufbereitete und die potenzierte Eigenbluttherapie. Bei Letzterem verdünnt der Therapeut einen Tropfen Kapillarblut, das aus der Fingerspitze entnommen wurde. In Abhängigkeit von der Krankheit kommt eine unterschiedliche Potenz zum Einsatz. Bedenken Sie, das Blut fließt durch Ihre Adern und transportiert Nährstoffe und Sauerstoff – eine der wichtigsten Aufgaben im menschlichen Körper. So können Krankheiten sich über das Blut in Windeseile auf den gesamten Organismus übertragen. Auf einer Rückführung von Blut reagiert der Körper zunächst einmal mit einer Abwehrreaktion. Über diese Reize soll das Abwehrsystem angeregt werden. Obendrein soll sich das Blut über den kurzen Aufenthalt außerhalb des Körpers mit Eiweißen anreichern.

 

Fazit: Was bewirkt die Eigenbluttherapie?

Gesicherte Erkenntnisse besagen, dass über diese Therapie die Anzahl der Leukozyten im Blut steigt. Dies ist ein direkter Beweis, dass vermehrt Antikörper gebildet werden. Außerdem kann es dazu kommen, dass die Körpertemperatur leicht ansteigt. Dies ist ein deutliches Zeichen, dass auch der Heilungsprozess einsetzt. Diese Form der Therapie sollten Sie auf gar keinen Fall selbst ausprobieren, sie gehört in die Hände erfahrener Therapeuten.

 

weiterführenden Information

Eigenbluttherapie – Aktivierung des Immunsystems

https://www.bdh-online.de/1101.0.html

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