Durchblutungsstörungen in den Beinen

Symptome, Risiko und Therapie bei Durchblutungsstörungen in den Beinen

Treten zum wiederholten Male Schmerzen in den Beinen und in den Füßen auf, läuten bei den wenigsten die Alarmglocken. Dabei kann die Ursache auf Durchblutungsstörungen in den Beinen zurückführen. Die Gefahr liegt vor allen Dingen in folgenreichen Gefäßerkrankungen. So geben die Durchblutungsstörungen einen warnenden Hinweis auf potentielle Erkrankungen der Gefäße im Hinblick auf die lebenswichtigen Organe, wie das Gehirn, das Herz und die Niere. Im folgenden Beitrag erläutern wir detailliert die Ursachen und die Symptome dieser Erkrankung und die damit verbundenen Folgen.

Arztbesuch
Durchblutungsstörungen in den Beinen Urheber: lighthunter / 123RF.com

 

Wer gehört zur Risikogruppe für Durchblutungsstörungen?

Tatsächlich leiden in Deutschland ungefähr 4,5 Millionen Patienten an der so genannten peripheren, arteriellen Verschlusskrankheit, die mit der Abkürzung PAVK bezeichnet wird. Unter diesem Sammelbegriff lassen sich alle Verschlüsse und Verengungen der menschlichen Extremitäten zusammenfassen.

Zu einem akuten Verschluss kommt es immer dann, wenn die Versorgung von Gefäßen und Schlagadern nicht mehr gewährleistet ist. Kann das Blut zu den Beinen nicht mehr geleitet werden, ist die logische Folge Durchblutungsstörungen. Der Volksmund bezeichnet diese Erkrankung auch als „Schaufenster Krankheit“, da der betroffene Patient nur noch in der Lage ist, für kurze Zeit ohne Schmerzen zu stehen. Patienten möchten sich in der Folge er unauffällig verhalten und sehen sich zum Beispiel die Auslagen in den Schaufenstern an, so ist es zu dieser ungewöhnlichen Bezeichnung gekommen.

 

Die Gefahr von Durchblutungsstörungen in den Beinen nicht unterschätzen!

In einem gefährlichen, fortgeschrittenen Stadium kann es zu ernsthaften Geschwüren kommen und nicht zuletzt zum Absterben des Gewebes. Im schlimmsten Fall müssen die Zehen, der Fuß oder gar der ganze Unterschenkel bzw. das Bein amputiert werden. Dabei können die Durchblutungsstörungen bis hin zu den Herzkranzgefäßen ausweiten und das Leben eines Patienten bedrohen. Im Zusammenhang mit Durchblutungsstörungen unterscheiden wir drei verschiedene Blutgefäße:

  1. die Arterien,
  2. die Kapillaren und
  3. die Venen.

Im Allgemeinen werden der Körperkreislauf und der Lungenkreislauf im menschlichen Kreislaufsystem unterschieden. So schickt unser Körper sauerstoffreiches Blut in den Arterien beginnend aus der linken Herzkammer in den Körper hinaus. In der Folge kommt es immer wieder zu weitreichenden Verzweigungen bis hin zu ganz feinen Kapillaren. Über diese feinen Verzweigungen wird das gesamte Gewebe versorgt. An dieser Übung kommt es dann zu einem Austausch von den Nährstoffen, Sauerstoff und Stoffwechselprodukten. Die Venen sammeln dann das verbrauchte Blut und transportieren es zurück in den rechten Vorhof. An diesem Punkt gehen wir zum Lungenkreislauf über und transportieren wieder das sauerstoffarme Blut in hauchdünne Kapillaren, um es wieder mit Sauerstoff zu versorgen. Im Anschluss geht es wieder zurück zur Regeneration.

Die häufigsten Ursachen von Durchblutungsstörungen in den Beinen

Eine der häufigsten Ursachen von Durchblutungsstörungen in den Beinen ist die Arteriosklerose. In diesem Zusammenhang ist oftmals von der Arterienverkalkung die Rede. Es handelt sich dabei um eine folgenreiche Erkrankung der Blutgefäße, die im Endeffekt in einer Verkalkung der Arterien endet. Zu den häufigsten Risikofaktoren gehört das Rauchen. Im Zusammenhang mit dieser Erkrankung kommt es oftmals zu chronischen Erkrankungen des gesamten Gefäßsystems.

Folgende Risikofaktoren gelten für das Auftreten von Durchblutungsstörungen:

  • Bluthochdruck,
  • Diabetes,
  • Fettstoffwechselstörungen.

 

Was tun gegen Durchblutungsstörungen in den Beinen?

Letztendlich begünstigt zum Teil eine ungesunde Lebensweise, ein enorm hohes Aufkommen von Stress, Bewegungsmangel und eine falsche Ernährung sowie eine übermäßige Zuführung von tierischen Fetten das Auftreten von Durchblutungsstörungen. Nicht zuletzt das Rauchen gilt als einer der erheblichen Risikofaktoren, denn der Rauch dringt in die Gefäße und erhöht die Blutfette.

So gelangt jede Menge giftiges Kohlenmonoxid direkt in das Blut. Raucher haben demzufolge ein 7,5-fach höheres Risiko, an Durchblutungsstörungen in den Beinen zu erkranken. Mit Zunahme der Risikofaktoren verschlechtert sich unmissverständlich die Durchblutung direkt in den Gliedmaßen. So sollten Sie diese Risikofaktoren einfach ausschalten und auf eine ausgewogene, ballaststoffreiche sowie gesunde Ernährung zurückgreifen. Gönnen Sie Ihrem Körper Ruhe und Entspannung und verzichten auf das Rauchen.

 

Fazit

Spüren Sie verstärkt Schmerzen in den Beinen einhergehend mit einem Kribbeln und tauben Gefühlen, sollten Sie schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen, um die Ursachen abzuklären. Durchblutungsstörungen sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, da sie den kompletten Kreislauf durcheinanderbringen und zu schwer wiegenden Folgen führen können.

 

Letzte Aktualisierung am

Literatur:

  • Wolfgang Piper: Innere Medizin. 2. Auflage. Stuttgart 2012: Springer-Verlag.
  • Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2016: G. Herold Verlag
  • Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte
  • Deutsches Ärzteblatt, Studien und aktuelle Nachrichten
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