Dunkler Schwarzer Fleck an der Leber – Ursachen

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Beim Ultraschall, schwarze Flecken und Schatten an der Leber

Der Großteil aller Lebererkrankungen hat komplexe Gründe und eine jahrelange Vorgeschichte. Oftmals ist ein schwarzer Fleck an der Leber der Anfang. Schätzungen gehen davon aus, dass allein in Deutschland bis zu 7 Millionen Menschen unter Lebererkrankungen leiden.

Bleibt eine Krankheit unbehandelt und unentdeckt, kann diese bis zur gefährlichen Leberzirrhose gehen, aus der sich im schlimmsten Fall Leberzellkrebs entwickelt. Die ersten Anzeichen und das Frühstadium lassen sich recht gut behandelt, so dass keinerlei Gefahren für Sie als Patient zurückbleiben.

Dunkler Schwarzer Fleck an der Leber - Ursachen
Ultraschall Dunkler Schwarzer Fleck an der Leber – Copyright: cucurudza bigstockphoto

Der Schwarze Fleck an der Leber – Was passiert nach der Diagnose beim Hausarzt?

Das Trügerische: Lebertumore und Erkrankungen schleichen sich zumeist vollkommen unbemerkt in den Körper ein.

So diagnostiziert der Hausarzt einen schwarzen Fleck an der Leber und leitet dann weiterführende Untersuchungen ein. Beispielsweise liefert eine Kontrastmittelsonographie detaillierte Informationen zur Durchblutung in einem Tumor. Darüber erfährt der Arzt mehr über die Beschaffenheit des Gewebes im Tumor. Allein die Durchblutung liefert konkrete Informationen über die Veränderungen des Gewebes.

Dunkler Schwarzer Fleck an der Leber - Ursachen
Ultraschall Dunkler Schwarzer Fleck an der Leber – Copyright: cucurudza bigstockphoto

 

Ursachen eines schwarzen Fleck an der Leber – was steckt dahinter?

Allein ein schwarzer Fleck an der Leber ist nur der Ausgangspunkt und bedarf einer gründlichen Untersuchung. Ein Leberzellkarzinom oder ein Blutschwamm wären aktiv durchblutet. Wohingegen Lebermetastasen eher weniger durchblutet sind.

Weiterführende Untersuchungen der Flecken an der Leber: Das MRT liefert weitere Gewebe Informationen. Wichtige Parameter erhalten die untersuchenden Ärzte über Kontrastmittelverfahren. Neben der Durchblutung liefert auch die Zelldichte Hinweise auf weiterführende Krankheiten.

Leberkrebs tritt in diesem Zusammenhang zellreich auf. Weiterführend definieren die Ärzte den Fettgehalt in den Leberzellen. Stellen sie in diesem Zusammenhang eine einsetzende Fettleber fest, kann dies ein Indiz für späteren Leberkrebs sein.

Beispielsweise nehmen nur die Leberzellen Kontrastmittel auf, so lässt sich ganz einfach leberfremdes Gewebe erkennen.

Folgende Eingriffe und Operationen planen die Ärzte mit der Radiologie. Die Leber hat ein magisches Talent. Sie kann in Teilen nachwachsen und besteht aus mehreren Segmenten. Verbleibt noch gesundes Restgewebe in der Leber, können bis zu 75 % der Teile entnommen werden. Der Rest würde wieder nachwachsen. Dafür benötigen die Ärzte, die den Eingriff vornehmen aber die Bildmaterialien der Radiologie. Danach kann entschieden werden, wie flächendeckend der Tumor ausgebildet ist und wie sicher und leistungsstark die Leber im Nachhinein weiterarbeitet.

In einigen Fällen führen die Ärzte einen Leberfunktionstest durch, der stellt die Leistungsfähigkeit des Organs sicher.

Die bestmöglichen Behandlungsschritte stehen in direkter Verbindung mit der Krebserkrankung und dem Stadium. Eine Pauschalformel wäre an dieser Stelle unangebracht. Betroffene Patienten besprechen mit ihren Ärzten die weitere Vorgehensweise. In seltenen Fällen kommt es zu einer Lebertransplantation – immer dann, wenn eine Teilresektion nicht mehr möglich ist, weil so viele Bereiche der Leber betroffen sind.

Hier ziehen die Ärzte die Milan-Kriterien zu Grunde. Eine Voraussetzung für eine Bewilligung einer Lebertransplantation sind keinerlei weitere Metastasen im Körper und im Tumor, der in der Größe noch unter 5 cm liegt. Alternative Behandlungen sind die Wärme- und Kältetherapie sowie die Ethanol- und Essiginjektion, aber auch weiterführende Medikamente.

Wie entwickeln sich Tumore in der Leber?

Viele Betroffene haben furchtbare Angst, bei ihnen könnte ein Tumor auf der Leber festgestellt werden. Dabei lassen sich wiederum gutartige Tumoren Zysten unterscheiden von den bösartigen Tumoren, die unbedingt zu entfernen sind. Dennoch liegt in jedem Fall ein komplexes Krankheitsbild zu Grunde.

Erscheinen dunkle Flecken bei Ultraschalluntersuchungen, können auf diese Weise erste Ansätze festgestellt werden. In den meisten Fällen entwickelt sich der bösartige Tumor nach chronischen Entzündungen direkt in der Leber oder nach einer Leberzirrhose. Ungewollter Gewichtsverlust und Oberbauchschmerzen gehören zu den wenigen unspezifischen Symptomen, die eine erste Diagnostik erschweren. Grundsätzlich sind Männer häufiger als Frauen von Leberkrebs betroffen.

Markierung und Klassifikation der Tumore und Metastasen:

Die Tumore lassen sich in diverse Stadien unterteilen und in einer TNM-Klassifikation übernehmen, um einen Anhaltspunkt zu bekommen.

  •  Mit dem P ist die Tumorgröße gemeint.
  •  M zielt auf Metastasen und
  •  N auf einen Befall der Lymphknoten.
  •  T1 bezeichnet zum Beispiel einen alleinstehenden Tumor ohne einen Gefäßbefall.
  •  Bei T4 handelt es sich um einen kontinuierlichen Befall von Organen oder um einen drohenden Durchbruch direkt im Bauchfell.
  •  Mit N0 sind die Lymphknoten gemeint, die noch nicht von Krebs betroffen sind.
  •  Mit N1 sind die Lymphknoten in unterschiedlichen Regionen schon von den Krebszellen betroffen.
  •  Bei M0 liegen folgerichtig keine Metastasen vor und
  •  bei M1 sind bereits Metastasen in den Organen vorhanden.

Abschließend können harmlose schwarze Flecken auf der Lunge verbleiben. In diesem Fall handelt es sich um Blutschwämmchen, die in der Fachsprache als Hämangiome bezeichnet werden. Es folgt keinerlei Operation.

Dennoch bleibt es unumgänglich, Auffälligkeiten gründlich untersuchen zu lassen. Gerade Erkrankungen der Leber werden ohne einen Facharzt oftmals viel zu spät erkannt und können sehr schlimme Folgen für die betroffenen Patienten haben.

Je früher Leberkrebs erkannt wird, desto wahrscheinlicher kann den Patienten durch teilweise Entfernung des Organs geholfen werden.

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