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Darmkrebs Symptome erkennen

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Die ersten Darmkrebs Symptome sind oft kaum typisch. Es treten häufig Bauchschmerzen, Blut im Stuhl oder auch weitere Stuhlgewohnheiten auf, die jedoch auch für andere Erkrankungen des Darms zutreffen können. Zahlreiche dieser Symptome sind harmloser Natur. Sofern diese jedoch für einen längeren Zeitraum anhalten, empfiehlt es sich, einen Arzt zu konsultieren.

menschlicher Darm
Symptome im Darm | eraxion / 123RF

Welche Symptome können bei Darmkrebs auftreten?

Im Allgemeinen machen sich bei einem vorhandenen Tumor im End- oder Dickdarm für lange Zeit keine Beschwerden bemerkbar. Das Wachstum von Darmkrebs geht äußerst langsam voran, so dass die betroffene Person lange nichts davon spürt.

Im frühen Stadium wird ein Karzinom meist per Zufall bei Untersuchungen zu anderen Anlässen entdeckt. Ab einem Alter von 50 Jahren haben innerhalb Deutschlands alle Personen einen gesetzlichen Anspruch auf Früherkennungsuntersuchungen betreffend Darmkrebs. Hiervon können neben gesetzlich Versicherten auch privat Versicherte Gebrauch machen. Menschen besonderer Risikogruppen können einen derartigen Test bereits zu einem früheren Zeitpunkt durchführen lassen.

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Erste Symptome, die auf Darmkrebs hindeuten, können unter anderem sein:

  1. Auffälliger Stuhl
    Der Betroffene sieht Blut im Stuhl. Frisches Blut hat eine rote Färbung, älteres hingegen ist schwarz gefärbt. Dazu kann sich Schleim gesellen. Auch wenn Ihr Stuhl übelriecht, kann dies ein Hinweis auf einen Tumor im Darm sein. Ein bleistiftdünner Stuhl tritt dann auf, wenn der wachsende Tumor Darmverengungen hervorruft.
  2. Auftretende Schmerzen
    Treten Schmerzen während des Stuhlgangs auf, kann dies ein Zeichen für einen Darmtumor sein. Aber auch unabhängig vom Stuhlgang treten des Öfteren krampfartige Bauchschmerzen auf.
  3. Beschwerden bei der Verdauung
    Gehäuft auftretenden Blähungen und vermehrte Darmgeräusche können erste Symptome für Darmkrebs sein. Ferner weisen Blähungen, die zu einem ungewollten Stuhlabgang führen, auf einen Darmtumor hin. Weitere Hinweise können auftretende Übelkeit und Völlegefühl bei wenig Aufnahme von Nahrung sein.
  4. Veränderungen bei den Stuhlgewohnheiten
    Hierzu kann ein häufiger Stuhldrang zählen, ebenso aber auch ständige Verstopfungen. Wechseln sich Durchfall und Verstopfung an, sind dies weitere Symptome für Darmkrebs.

Weitere Symptome für Darmkrebs können auch in einer verstärkten Verringerung der allgemeinen Leistungsfähigkeit und ständigen Müdigkeit bestehen. Ferner treten des Öfteren Fieber und Schwitzen in der Nacht auf.

Sie müssen allerdings nicht alle dieser hier aufgeführten Symptome bei sich verspüren, gelegentlich werden Sie auch nur einige davon wahrnehmen. Die Wahrnehmung der Untersuchungen für die Früherkennung ist deshalb besonders wichtig. Andererseits muss es auch nicht zwingend um Darmkrebs handeln, wenn die vorgenannten Symptome bei Ihnen auftreten. Beschwerden mit der Verdauung resultieren oftmals auch aus einer ungesunden Ernährungsweise oder basieren auf Lebensmittel, welche nicht gut vertragen werden. So können die genannten Beschwerden beispielsweise auch auf eine chronisch entzündliche Erkrankung des Darms oder eine Infektion desselben hinweisen. Trotzdem empfiehlt es sich, stets bei Darmbeschwerden einen Arzt aufzusuchen, insbesondere dann, wenn die Symptomatik einen längeren Zeitraum andauert.

Welches sind die Symptome für eine fortgeschrittene Erkrankung an Darmkrebs?

Sobald der Darmkrebs sich im fortgeschrittenen Stadium befindet, kommen zu den bekannten Beschwerden weitere Symptome hinzu. Dies erkennen Sie unter anderem daran, dass der Tumor in regelmäßigen Abständen zu bluten beginnt. Einige Patienten entwickeln hieraus eine Blutarmut und haben ein blasses Erscheinungsbild. Auch klagen diese Betroffenen des Öfteren über starke Müdigkeit. Ferner besteht die Möglichkeit der ungewollten Gewichtsreduktion.

Sofern der Tumor im Darm bereits eine beträchtliche Größe angenommen hat, ist es nicht ausgeschlossen, dass dieser unter gewissen Umständen durch eine Verhärtung unter der Bauchdeckung zu ertasten ist. Für den Fall, dass der Tumor den kompletten Darm verengt, folgt hieraus unweigerlich ein Darmverschluss. Es besteht die Gefahr, dass Sie nun den Darm nicht mehr entleeren können. In aller Regel treten in einem solchen Fall heftige Bauchschmerzen, die an Koliken erinnern, auf. Hinzu kommen Erbrechen und Übelkeit. Liegt ein vollständiger Darmverschluss vor, handelt es sich um einen Notfall, der in der Regel einer sofortigen Operation bedarf.

Ernst zu nehmende Probleme treten dann auf, wenn Darmkrebs sich im fortgeschrittenen Stadium über den Darm hinaus ausweitet oder auch Metastasen in anderen Organen bildet. Die Symptome sind hierbei davon abhängig, welches Gewebe und welche inneren Organe durch den stetig an Wuchs zunehmenden Tumor in Mitleidenschaft gezogen werden.

Zusammenfassung

Darmkrebs kann von der betroffenen Person nicht immer anhand eindeutiger Symptome erkannt werden, da diese Erkrankung schleichend einhergeht. Erst wenn der Tumor sich bereits im fortgeschrittenen Stadium befindet, werden die Beschwerden auch für den Patienten offensichtlicher. Dann ist es von besonderer Bedeutung, möglichst sofort einen Arzt zu konsultieren. Für Personen ab einem Alter von 50 Jahren besteht darüber hinaus die Möglichkeit an Vorsorgeuntersuchungen in regelmäßigen Abständen teilzunehmen, die möglichst wahrgenommen werden sollten.

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