Die Blasenentzündung erkennen – Symptome und Ursachen

Blasenentzündung nicht erkannt: Was kann passieren?

Die Entzündung der Harnblase wird in der Fachsprache als Zystitis bezeichnet und geht mit starken Schmerzen beim Wasserlassen einher. Der Großteil aller Frauen leidet unter der Blasenentzündung, die zu einer starken Einschränkung des Alltags führen kann, vor allen Dingen wenn Sie mit voller Härte zuschlägt. Wurde die Blasenentzündung nicht erkannt? Was kann passieren? Gerade eine unentdeckte Entzündung der Blase kann ernst zu nehmende Konsequenzen für jeden Patienten nach sich ziehen, sodass wir uns in dem folgenden Beitrag den Ursachen, den Symptomen und der folgerichtigen Behandlung widmen möchten.

Röntgenbild der Blase,
Röntgenbild der Blase, Anzeigen Zystitis oder unteren Harnwegsinfektion – Urheber: sutthaburawonk / 123RF.com

 

 

Warum wird eine Blasenentzündung oft nicht erkannt

So wirklich schwierig ist eine Blasenentzündung nicht zu erkennen. Betroffene leiden im Falle einer Blasenentzündung unter dem Gefühl, stetig auf die Toilette gehen zu müssen. Dann schlussendlich beim Wasserlassen kommt es gegen Ende zu einem starken Ziehen und Brennen. Das ist immer dann der Fall, wenn die beiden Scheidenwände bzw. die Entzündungsherde aufeinanderstoßen und so den brennenden Schmerz verursachen.

Tatsächlich kann dieser Schmerz wirklich starke Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben. So kann es ebenfalls passieren, das Blut im Urin auftaucht. In diesem Zusammenhang kursieren zahlreiche Hausmittel und Möglichkeiten, einer akuten Blasenentzündung auch ohne einen Arzt etwas entgegenzukommen. Doch sollten die einzelnen Risiken dieser Entzündung nicht unterschätzt werden, andernfalls kann dies weiterreichende Folgen für die Gesundheit und den gesamten Organismus haben.

 

Zumeist siedeln sich direkt in der Darmflora Bakterien an, doch auch Würmer und Viren können für eine Blasenentzündung verantwortlich sein. In den meisten Fällen kommt in Folge einer Schmierinfektion zu einer einsetzenden Blasenentzündung, immer dann, wenn Kotpartikel in die Vagina und Harnröhre gelangen.

 

Warum erkranken Frauen häufiger an einer Blasenentzündung als Männer?

Ganz einfach: Die Harnröhre von Frauen ist erheblich kürzer und auch in unmittelbarer Nähe des Afters gelegen. Doch auch beim Geschlechtsverkehr ist es möglich, dass sich eine Frau mit den Viren ansteckt, die schlussendlich in einer Blasenentzündung bei der Frau gipfeln. Immer wenn der Urin unangenehm riecht oder sogar blutig ist, liegt eindeutig eine Blasenentzündung vor.

 

Verlauf einer Blasenentzündung

Der Ablauf einer Entzündung der Blase kann in seiner Intensität variieren. Es ist wichtig, die Blasenentzündung frühzeitig zu erkennen, denn nur so lassen sich die Infektion und die Entzündung in den Griff bekommen. Doch wird die Blasenentzündung nicht erkannt: Was kann passieren?

Wird eine Blasenentzündung nicht folgerichtig behandelt, können sich die Viren und die Bakterien ungehindert im Körper ausbreiten. Diese Viren gelangen durch den Harnleiter mühelos in andere Organe und schädigen diese. Besonders betroffen von dieser Schädigung sind die Nieren: So kann sich eine starke Blasenentzündung oder eine unentdeckte Entzündung der Blasen auf die Niere niederschlagen und zu einer Nierenbeckenentzündung führen. Diese starke Entzündung geht mit Schüttelfrost, Schmerzen und Fieber einher. Bei drastischen Fällen besteht sogar die Gefahr des totalen Nierenversagens.

 

Blasenentzündung nicht erkannt: Was kann passieren?

Bleibt die Blasenentzündung unbehandelt, droht die Blutvergiftung. Stellen Frauen fest, dass sie in regelmäßigen Abständen und besonders häufig unter einer Blasenentzündung leiden, kann dies auch dauerhaft die Funktionstätigkeit der Blase einschränken. Das Gewebe könnte ausnarben und absterben. In sehr drastischen Fällen müssen die Ärzte die Blase vollständig entfernen, von daher sollte selbst eine leichte Blasenentzündung nicht unterschätzt werden.

Leiden Sie über mehr als zwei Tage an einer Entzündung, suchen Sie auf jeden Fall einen Arzt auf, dieser wird Ihnen helfen, Antibiotika verschreiben und hat auch einige Tipps zur sofortigen Notfallbehandlung parat. Diese Antibiotika Kur sollten Sie auf jeden Fall aufnehmen, da Sie nur so folgerichtig gegen die Viren vorgehen kann. Darüber hinaus ist es ratsam, gerade bei der Reinigung nach dem Ablassen von Kot das Toilettenpapier nach hinten abzuziehen, um eine Schmierinfektion zu vermeiden. In diesem Zusammenhang gilt es zu bedenken, das chronische Blasenentzündungen mit mehrwöchigen Antibiotikakuren einhergehen. Möchten Sie den Heilungsprozess unterstützen, sollten Sie auf jeden Fall sehr viel trinken, um das heutige Wasserlassen zu provozieren. Auf diese Weise ist der Körper in der Lage, die Bakterien schneller aus der Blase zu schwemmen.

 

Fazit: Was tun bei einer akuten Blasenentzündung?

Der Wunsch, das Brennen beim Wasserlassen zu umgehen, ist leider völlig irreführend und wirkt der ganzen Sache entgegen. Halten Sie den Urindrang auf, werden die Bakterien weiter in der Blase verbleiben und die Blasenentzündung kann sich über Tage hinziehen. Sorgen Sie für ausreichend Ruhe und Wärme im Unterleib, so bekommen Sie eine leichte Blasenentzündung stellen den Griff. Dieser Beitrag sollte gezeigt haben, dass eine Entzündung der Blase nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist, denn diese kann sich im schlimmsten Fall auf den gesamten Organismus und die umliegenden Organe ausweiten oder zu einer Blutvergiftung führen sowie zu einer weitreichenden Schädigung der gesamten Blasenregion.

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Literatur:

  • Wolfgang Piper: Innere Medizin. 2. Auflage. Stuttgart 2012: Springer-Verlag.
  • Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2016: G. Herold Verlag
  • Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte
  • Deutsches Ärzteblatt, Studien und aktuelle Nachrichten
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