Birkenblätter gegen Harnwegsinfekte

Harnwegserkrankungen mit Birkenblätter auf natürliche Weise behandeln

Birkenblätter finden zum größten Teil als Tee in der Behandlung gegen Harnwegsinfekte ihre Anwendung. Dank ihrer hellgrünen Blätter symbolisiert die Birke den Frühling. Einst haben die Kelten den Baum als Lebensbaum verehrt und sahen in ihm das Symbol für die Fruchtbarkeit. Einem alten Brauch zu Folge wurde ein Birkenzweig an das Fenster der Geliebten gehängt, was einem Heiratsantrag gleichkam. Auch in der heutigen Zeit wird die Birke gern als Symbol verwendet. So werden ihre noch jungen Zweige als Zierde für festliche Umzüge und zu Prozessionen verwendet.

Birkenblätter
Birkenblätter als Heilmittel – Urheber: nshirokova / 123RF

Verwendbare Inhaltsstoffe in Birkenblättern und deren Wirkung

In Birkenblättern sind rund drei Prozent Flavonoide enthalten. Weiterhin kommen ätherisches Öl, Phenolcarbonsäuren, Triterpene und Vitamin C in den Blättern vor.

Die in den Blättern der Birke enthaltenen Flavonoide wirken wassertreibend. Dies bedeutet, dass sich mehr Harn bilden kann und die Harnwege wesentlich besser durchspült werden können. Bereits bei den ersten Anzeichen, die auf eine Blasenentzündung hindeuten, empfiehlt es sich daher, eine Zubereitung aus Birkenblättern einzunehmen. Diese haben keine sehr starke Wirkung, so dass sie in Nierentees oftmals in Kombination mit weiteren harntreibenden Pflanzen, wie zum Beispiel Goldrute oder Ackerschachtelhalm, zu finden sind.

 

Wichtig! Sofern Sie die Birkenblätter zur besseren Durchspülung verwenden, trinken Sie immer genügend. Hierfür eignen sich ganz besonders ungesüßte Tees und Wasser.

Darüber hinaus finden die Blätter der Birke auch bei Beschwerden des rheumatischen Formenkreises Anwendung.

Lösen Birkenblätter Nebenwirkungen aus?

Birkenblätter werden stets innerlich angewendet. Bislang sind keinerlei Nebenwirkungen bekannt geworden. Auf die Anwendung von Birkenblättern sollten Sie verzichten, sofern Sie auf Grund einer Funktionsstörung der Nieren oder des Herzens an Ödemen im Gewebe leiden. Gleiches gilt bei Vorliegen allergischer Reaktionen auf Birkenpollen.

Beachtenswertes bei der Anwendung

Bei einer Behandlung in Form von Durchspülungen sollten Sie darauf achten, am Tag wenigstens zwei Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Leiden Sie an einer Entzündung der Prostata oder an einem fieberhaften Infekt der Harnwege dürfen Sie keine Birkenblätter verwenden. In derartigen Situationen ist es ratsam, sofort Ihren Arzt aufzusuchen. Sofern Sie zum Personenkreis der stillenden oder schwangeren Frauen zählen, muss festgestellt werden, dass bislang noch keine genügenden Erkenntnisse zur Verwendung der Blätter vorliegen. Daher sollten diese Frauen sowie Kinder, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht erreicht haben, auf eine Therapie mit Birkenblättern verzichten.

Die Gabe von Birkenblättern eignet sich in der Hauptsache bei vorliegenden Infekten der Harnwege, wie dies unter anderem bei einer Blasenentzündung der Fall ist. Kinder unterhalb zwölf Jahren sowie schwangere und stillende Frauen sollten von der Anwendung der Blätter Abstand nehmen, da hier bisher keine ausreichenden Erkenntnisse zur Wirkung vorliegen.

 

Letzte Aktualisierung am

weitere Quellen und Literatur:

  • Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 266. Auflage. Berlin 2014: Walter de Gruyter-Verlag. Onlineversion abgerufen
  • Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2016: G. Herold Verlag
  • Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte

Medizinischer Hinweis:

Unsere Informationen dürfen nicht als Ersatz für eine ärztliche Diagnose oder zur Eigenbehandlung genutzt werden. Bei Beschwerden und Fragen konsultieren Sie bitte immer Ihren Arzt.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne ( Sie dürfen als erster diesen Artikel bewerten.