Benediktenkraut – Wirkung als Heilpflanze

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Heilen mit Benediktenkraut

Das im Mittelmeerraum beheimatete Benediktenkraut hat seinen Ursprung in osteuropäischen Ländern, Italien sowie Spanien. Die über der Erde wachsenden Teile der Pflanze finden innerhalb der Pflanzenheilkunde ihre Anwendung. Das Kraut wird vornehmlich für die Behandlung von Blähungen, vermindertem Appetit, einem Völlegefühl und Problemen mit der Verdauung eingesetzt. Zu den wertvollen Inhaltsstoffen der Heilpflanze zählen Flavonoide, Lignanlactone sowie 0,3 Prozent an ätherischem Öl und 0,25 Prozent an Bitterstoffen.

Pflanzenbild
Benediktenwurz – Urheber: alexraths / 123RF

Benediktenkraut – Synonyme der Pflanze: Kardobenedikte, Benediktendistel, Benediktenkarde, Benediktenwurz, Bitterdistel, Bernhardinerwurzel, Bornwurz, Distelkraut, Spinnendistel oder Natterkraut

Erkennungsmerkmale des Benediktenkrauts

Bei der Benedikte handelt es sich um eine einjährige Pflanze, die eine Höhe von bis zu 60 Zentimeter erreichen kann. Zugehörig zu den Korbblütlern erinnert sie sehr an eine Distel. Das Kraut ist mit gelappten, behaarten Blättern versehen, von denen der Rand in kleineren Dornen ausläuft. Das Benediktenkraut bildet kleine Blütenköpfe aus, die von stachligen Hochblättern umschlossen werden. Diese bestehen einzig aus gelbfarbenen Röhrenblüten. Die Pflanze ist geruchlos und weist ein bitteres Aroma auf.

Anwendungsmöglichkeiten von Benediktenkraut

Überwiegend kommt das Benediktenkraut bei Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Blähungen, Beschwerden im Bereich der Verdauung – dyspeptische Beschwerden – sowie Völlegefühlen zum Einsatz. Bedingt durch das bittere Aroma trägt das Kraut zur Magensaftsekretion bei. Innerhalb der Volksmedizin findet die Heilpflanze Anwendung als galletreibendes und den Appetit anregendes Mittel. Die Homöopathie profitiert hingegen von der heilenden Wirkung der frischen Teile zur Behandlung von chronischen Erkrankungen der Leber.

Die Dosierung des Benediktenkrauts

Vorwiegend wird die Heilpflanze als Tee angeboten. In einigen Leber-Galle-Mitteln sind Auszüge der Pflanze in verschiedenen Kombinationspräparaten enthalten. Im Durchschnitt sollten je Tag zwischen vier bis sechs Gramm der Droge verwendet werden.

Zur Tee-Zubereitung übergießen Sie zwei Gramm vom fein geschnittenen Benediktenkraut mit heißem Wasser und sieben diesen nach einer Ziehzeit von fünf bis zehn Minuten durch ein Teesieb. Möchten Sie den Tee zwecks Appetitanregung zu sich nehmen, empfiehlt es sich, diesen 30 bis 60 Minuten vor einer Mahlzeit in ungesüßtem Zustand zu trinken. Leiden Sie an einer Allergie gegen Korbblütler oder dem Benediktenkraut selbst, dann sollten Sie auf eine Einnahme der Heilpflanze verzichten. Auf Grund der Wärmeempfindlichkeit sollten derartige Kräuter niemals für längere Zeit gekocht werden. Zur Appetitanregung wird empfohlen, den Tee-Aufguss vor dem Schlucken für einige Zeit im Mund verweilen zu lassen. Lagern Sie Benediktenkraut stets gut vor Licht geschützt und an einem trockenen Standort.

Auf Grund der im Benediktenkraut vorkommenden Bitterstoffe findet dieses überwiegend bei Appetitlosigkeit und Beschwerden der Verdauung Anwendung. Wer allergisch auf die Heilpflanze reagiert, sollte auf deren Verzehr verzichten.

 

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