Bärentraubenblätter als Naturheilmittel

Heilende Wirkung der Bärentraubenblätter

Die Bärentraubenblätter finden auf Grund ihrer entzündungshemmenden, antimikrobiellen sowie die Schleimhaut schützenden Inhaltsstoffe Anwendung als Harnweg-Antiseptikum. Insbesondere bei Vorliegen von Entzündungen im Bereich der Nieren und der Blase, die mit Schmerzen beim Wasserlassen und einer Bildung von Harngrieß einhergehen, zeigen die Wirkstoffe der Echten Bärentraube gute Behandlungserfolge.

Bärentraubenblätter
Bärentraubenblätter Urheber: heikerau / 123RF

Über welche Heilkraft verfügen Bärentraubenblätter?

Die Bärentraube steht unter Naturschutz, weshalb auch ihre Blätter nicht zum Sammeln freigegeben sind. Zu den wirksamen Inhaltsstoffen in den Bärentraubenblättern gehören

  • Flavonoide
  • Gerbstoffe – bis zu 20 Prozent
  • Monotropein
  • Phenolglycoside bis zu 6 Prozent
  • Säuren organischen Ursprungs.

Zu den Phenolglycosiden zählt Arbutin, was im Organismus des Menschen in Hydrochinon umgewandelt wird. Wie Studien bewiesen haben, besitzt Hydrochinon Bakterien und Pilz abtötende Wirkungen, die sich besonders bei Infekten der Harnwege bewährt haben.

Ferner helfen Bärentraubenblätter auch bei auftretenden Symptomen sich ständig wiederholender Blasenentzündungen. Leiden Sie an einer Blasenentzündung oder einem Infekt der Harnwege, suchen Sie zuerst Ihren Arzt auf. Dieser kann folgenschwere Ursachen ausschließen.

Die Anwendung von Bärentraubenblättern

Für die Zubereitung eines Bärentraubenblättertees kommen getrocknete, klein geschnittene Blätter der Pflanze in Betracht. Darüber hinaus bietet der Handel Extrakte, Kapseln, Tabletten und wässrige Auszüge an. Im Durchschnitt sollten pro Tag innerlich höchstens zwölf Gramm der Blätter angewendet werden. Eine Unterstützung erfährt die Behandlung mit Bärentraubenblättern durch die Verbindung mit weiteren Heilpflanzen, wie beispielsweise der Heuhechelwurzel oder Birkenblättern.

Ist mit Nebenwirkungen zu rechnen?

Personen mit einem sensiblen Magen können unter Umständen nach der Aufnahme von Bärentraubenblättern mit Erbrechen und Übelkeit reagieren. Frauen, die stillen oder schwanger sind sowie Kinder, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht erreicht haben, sollten von der Einnahme Abstand nehmen.

Beachtenswertes beim Gebrauch von Bärentraubenblättern

Mit einer positiven Wirkung kann erst ab einer Aufnahme von wenigstens 400 mg bis zu 700 mg Arbutin je Tag gerechnet werden. Ohne den Rat eines Arztes einzuholen, ist es nicht empfehlenswert, Bärentraubenblätter länger als sieben Tage und mehr als fünf Mal im Jahr einzunehmen. Dieser Empfehlung liegen durchgeführte Studien zugrunde. Neben dem Verzehr der Bärentraubenblätter sollten Sie darauf achten, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Des Weiteren ist es von essentieller Bedeutung, dass Sie während der Behandlung auf den Konsum von Lebensmitteln verzichten, die einen sauren pH-Wert des Harns zur Folge haben könnten – beispielsweise Käse oder Fleisch.

Treten bei Harnwegsinfekten Blut im Urin, Krämpfe oder Fieber auf, konsultieren Sie unbedingt einen Arzt! Hauptsächlich Männern wird empfohlen, die Ursachen von Harnwegsbeschwerden von ihrem Arzt vor der Verwendung von Bärentraubenblättern abklären zu lassen.

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weitere Quellen und Literatur:

  • Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 266. Auflage. Berlin 2014: Walter de Gruyter-Verlag. Onlineversion abgerufen
  • Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2016: G. Herold Verlag
  • Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte

Medizinischer Hinweis:

Unsere Informationen dürfen nicht als Ersatz für eine ärztliche Diagnose oder zur Eigenbehandlung genutzt werden. Bei Beschwerden und Fragen konsultieren Sie bitte immer Ihren Arzt.
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