Aspirin gegen Schuppen – als Shampoo, Spray oder Peeling

43

Aktualisierung am

Anleitung für den Aspirin Einsatz

Jeder Mensch bildet regelmäßig lose Hautschuppen, denn die Haut verjüngt sich beständig. Alte Zellen sterben dabei ab und machen so der jüngeren Hautschicht Platz. Meistens sind die winzigen weißen Pünktchen kaum zu bemerken und verschwinden beim Duschen sowie der Haarwäsche.

Aspirin gegen Schuppen
Aspirin Einsatz im Haushalt und Gesundheit Copyright: stugriffith.com, bigstockphoto.com

Doch sterben die alten Hautzellen in größerer Anzahl, entstehen sichtbare Schuppen, die vor allem auf dem Kopf belastend werden. Suchst Du ein Hausmittel gegen dieses Problem, kannst Du versuchen, Aspirin gegen Schuppen zu benutzen.

„Aspirin hilft sowohl gegen Schuppen als auch gegen juckende Kopfhaut, wenn es äußerlich als Pulver angewandt wird.“

Warum Aspirin gegen Schuppen wirkt

Bei Aspirin handelt es sich um einen Arzneistoff, der den etwas umständlichen Namen Acetylsalicylsäure trägt. Er wird eingenommen, um akute Schmerzen zu lindern, aber auch als Entzündungshemmer und fiebersenkendes Mittel.

Aspirin besitzt dabei sehr gute antimikrobielle und antimykotische Eigenschaften. Das bedeutet, es wirkt aktiv gegen Bakterien und Pilze. Davon profitiert Deine Kopfhaut, denn bei vermehrten Schuppen ist meist auch die Keimdichte auf der Haut höher. Handelt es sich vor allem um Bakterien, entstehen kleine Entzündungen, die wiederum jucken und zum Kratzen einladen. Es entwickelt sich ein Teufelskreis, da durch viele Berührungen der Kopfhaut mehr Talg und wieder mehr Schuppen produziert werden.

Haben hingegen Pilze die Kopfhaut besiedelt, stören diese enorm das Gleichgewicht aus Zellaufbau und Zellabbau. Daher bilden sich viele Schuppen, was auch normales Waschen nicht ändert. Der Pilz an sich muss beseitigt werden.

Werden Bakterien und Pilze aktiv bekämpft, nehmen Schuppen und Kopfhautentzündungen relativ schnell ab. Genau das kann Acetylsalicylsäure leisten. Um Aspirin gegen Schuppen einzusetzen, sollst Du das Medikament aber nicht schlucken! Es geht vielmehr darum, ein Pulver daraus zu machen und dieses äußerlich, also direkt auf der Haut, anzuwenden. Wie das im Detail funktionieren kann, zeigen die folgenden Anleitungen.

Anleitung für ein Aspirin-Shampoo

Möchtest Du Aspirin gegen Schuppen einsetzen, ist das denkbar einfach, denn Du kannst Deine gewohnte Shampoo-Flasche weiterhin benutzen. Du benötigst zusätzlich nur eine kleine Tasse oder einen kleinen Messbecher sowie drei handelsübliche Aspirintabletten.

  1. Fülle aus Deinem Shampoo rund 40 Milliliter in ein kleines Behältnis. Das entspricht etwa drei Esslöffeln voll.
  2. Zerkleinere drei Aspirintabletten auf einem Brettchen oder Teller. Mittels Mörser wird das Ergebnis am besten.
  3. Gib das Pulver ebenfalls in das Behältnis und vermische alles durch kurzes Umrühren.

Im Anschluss kannst Du das Shampoo mit Aspirin gegen Schuppen normal ins feuchte Haar einmassieren, etwa fünf Minuten wirken lassen und dann ausspülen. Auch alle anschließenden Pflegeschritte wie Conditioner, Föhnen etc. kannst Du normal durchführen.

Die Schuppen bessern sich bei mindestens einer Aspirin-Shampoo-Anwendung in der Woche allmählich. Besser ist es, zumindest zu Beginn bei jeder Haarwäsche Aspirin gegen Schuppen zu verwenden. Der Juckreiz wird bei vielen bereits nach den ersten Anwendungen weniger.

Anleitung für ein Aspirin-Haarspray

Möchtest Du Aspirin gegen Schuppen nutzen, ohne jedes Mal eine Haarwäsche dabei durchzuführen, kannst Du Dir auch ein eigenes Haarspray herstellen. Hierfür benötigst Du neben der Arznei nur noch Wasser.

  1. Zerkleinere acht bis neun Aspirintabletten.
  2. Bringe einen halben Liter Wasser zum Aufkochen und warte, bis die 100 Grad wieder unterschritten sind.
  3. Füge das Pulver ins Wasser und verrühre die Lösung gründlich.
  4. Lass die Mischung abkühlen und fülle sie dann in eine Flasche mit Zerstäuber (z.B. alte, gut gereinigte Sprayflasche) um.

Du hast nun ein Spray, das Du unabhängig von der Haarwäsche direkt auf die Kopfhaut auftragen kannst. Vor allem bei lokalen Entzündungsherden kann ein gezielter Sprühstoß auf diese Stelle für schnelle Linderung sorgen. Der Juckreiz lässt nach und Du bist weniger versucht, mit den Fingernägeln zu kratzen.

Prinzipiell kann das Spray mit Aspirin gegen Schuppen zwischendurch, aber auch nach einer Haarwäsche genutzt werden. Manche schwören darauf, es vor dem Schlafengehen anzuwenden, um am Morgen die Reste auszuspülen. Du kannst all diese Möglichkeiten für Dich austesten. Da außer Wasser und Aspirin keine Stoffe enthalten sind, musst Du auch nicht mit fettigem Haar rechnen.

Anleitung für ein Aspirin-Peeling

Sind es weniger die Schuppen, die Dich stören, sondern leidest Du unter dauerhaft gereizter Kopfhaut, kannst Du natürlich das DIY-Spray versuchen. Alternativ hast Du die Möglichkeit, ein kleines Aspirin-Peeling herzustellen. Die entzündungshemmende Wirkung kann sich dann direkt auf der Kopfhaut entfalten, was noch schnellere Linderung verspricht.

  1. Nutze drei Aspirintabletten, indem Du sie erneut zu Pulver zermahlst.
  2. Gib das Pulver in eine Tasse und füge nur minimal Wasser hinzu. So entsteht ein Brei.
  3. Mit dieser Konsistenz kannst Du gezielt eine Maske auf die Kopfhaut auftragen.
  4. Lasse alles 20 Minuten einwirken und wasche dann Deine Haare.

Je nachdem, an welchen Stellen die Kopfhaut entzündet ist, kann es hilfreich sein mit einem Spiegel zu arbeiten oder um Hilfe beim Auftragen zu bitten.

Wichtig: Aspirin gegen Schuppen ist nur ein Symptombekämpfer

Mit diesen DIY-Methoden kannst Du Aspirin gut gegen Schuppen und entzündete Kopfhaut zum Einsatz bringen. Dir muss aber in jeden Fall klar sein, dass damit die eigentliche Ursache hinter der größeren Zahl abgestorbener Hautzellen nicht geklärt ist. Es kann daher ratsam sein, einen Hautarzt auf die Problematik anzusprechen.

„Prinzipiell gibt es zwei unterschiedliche Faktoren: innere und äußere Hautprobleme.“

Erstere entstehen beispielsweise durch hormonelle Schwankungen oder ein geschwächtes Immunsystem. Sind die Abwehrkräfte nicht stark genug, haben Bakterien und Pilze leichteres Spiel, die Kopfhaut zu besiedeln. Ein Blutblut kann an dieser Stelle sehr sinnvoll sein, ebenso kleinere Gewebeproben zur Analyse.

Äußere Faktoren gehen auf Dinge wie Haarfärbemittel oder allgemein Chemikalien in Haarpflegeprodukten zurück. Auch ein Witterungswechsel kann die Hautregeneration aus dem Gleichgewicht bringen. Hier ist der Umstieg auf passende Pflegeprodukte gefragt.

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 Bewertungen: 5,00 Punkte, von möglichen 5)