Alte Naturheilmittel entdecken und verwenden

Die besten Hausmittel – Alte Naturheilmittel verwenden

Die Behandlung von Krankheiten mithilfe von Heilpflanzen ist eine Tradition, die wir seit Jahrhunderten überliefert wurden. Gerade Heilpflanzen und Naturheilmittel gelten als wirksam bei Beschwerden und können in einigen Fällen Medikamenten vorbeugen. Leider sind viele der alten Naturheilmittel in Vergessenheit geraten. Grund genug für uns im folgenden Beitrag auf vergessene Naturheilmittel einzugehen und Ihnen eine Übersicht zu den wirksamsten Präparaten zu liefern.

Eisenmangel
Urheber: chamillewhite / 123RF

Wenn das Gute liegt so nah: alte Naturheilmittel

Wie es der Name schon sind Naturheilmittel den natürlichen Pflanzen zuzuordnen, wie zum Beispiel Baldrian, Minze und Pfefferminze. Sie stellen nicht nur eine natürliche und gesündere, sondern auch eine kostengünstigere Alternative zu Arzneimitteln dar. So ist es wenig verwunderlich, dass sich Naturheilmittel auch heute noch großer Beliebtheit erfreuen. Neben Exoten, wie Zimt und Ingwer, finden wir direkt in unserer Umgebung alte Naturheilmittel, die längst in Vergessenheit geraten sind.

Heilpflanzen stellen eine alternative Behandlungsmöglichkeit von harmloseren Beschwerden dar. An diesem Punkt möchten wir darauf hinweisen, dass chronische und schwerwiegende Erkrankungen nicht in Laienhände gehören. Vielmehr stellen Naturheilmittel eine Ergänzung zur gängigen Schulmedizin dar. Aus Naturheilmitteln lassen sich nicht nur Salben, sondern auch Tinkturen und Tees herstellen.

Eine besonders effektive Wirkung sagt man Teufelskralle und Ingwer nach. Sie zählen zu den afrikanischen Heilpflanzen. Wissenschaftler am Johannes Gutenberg Universität in Mainz haben im Labor herausgefunden, das diese Wirkstoffe zum Beispiel auch eine Ausbreitung von getesteten Krebszelllinien eindämmten. Doch eines haben alle Naturheilmittel gemeinsam, sie entfalten vor allen Dingen in ihrer natürlichen Umgebung ihre volle Wirkung. Da haben wir zum Beispiel Johanniskraut, das die Empfindlichkeit gegenüber UV-Strahlen erhöht. Nur wenige Sonnenstrahlen und Sie produzieren aktiv das Hormon Serotonin. So sagt man Johanniskraut eine stimmungsaufhellende Wirkung nach. Lassen Sie uns nun einen Blick auf vergessene Naturheilmittel und Heilverfahren werfen.

 

Baldrian wirkt beruhigend

Baldrian erkennt man an seinem intensiven Aroma. Für uns Menschen steigt das Aroma direkt in die Nase. Bereits im antiken Griechenland setzte man sein Vertrauen in Baldrian und im 18. Jahrhundert nutzen Mediziner die schlaffördernde Wirkung dieser Heilpflanze. Im Gegensatz zu vielen medizinischen Beruhigungsmitteln sind bisher kaum Nebenwirkungen im Hinblick auf die Einnahme von Baldrian bekannt. Sie können diese Pflanzen im eigenen Garten anbauen. Im März sollten Sie die Baldrianpflanze aussähen und unter Folie aufziehen. Im Spätsommer können Sie dann die ersten Samen ernten.

 

Bärlauch mit breitem Wirkungsspektrum

Schließen wir unsere Augen und riechen intensiv an einer Bärlauchpflanze, erinnert der Geruch vielmehr an Knoblauch und Zwiebeln. Wir haben es hier mit einem Wildgemüse zu tun, das derzeit einen merklichen Boom in der Küche erfährt. Doch auch das breite Wirkungsspektrum können wir uns zunutze machen, denn Bärlauch wirkt sich positiv auf die Atemwege, Galle, Leber, Darm und auf den Magen aus. Darüber hinaus fördert dieses Naturheilmittel die Durchblutung und wird bei einem zu hohen Cholesterinspiegel verwendet.

 

Brennnesseln bei Harnwegsinfekten

Bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata optimiert die Brennnessel das Wasserlassen. Kämpfen Sie gerade mit einem Harnwegsinfekt, gönnen Sie sich heißen Brennnesseltee, um die Entzündung schnell abklingen zu lassen. Brennnesseln wachsen vor allen Dingen auf feuchtem, stickstoffreichen Untergrund und wachsen vorwiegend in heimischen Gefilden. Ärgern Sie sich nicht über dieses resistente Unkraut, sondern profitieren von seiner heilsamen Wirkung.

 

Kamille wirkt antibakteriell und schmerzlindernd

Die Germanen haben die Kamille bereits als heilige Pflanze verehrt. So sollten wir heute auch auf die antibakteriellen, beruhigenden und entzündungshemmenden Wirkungen vertrauen. Gerade bei Hautproblemen, wie zum Beispiel Akne, aber auch bei Husten wird Kamille eingesetzt. Pflanzen Sie Kamille von April bis Mai im eigenen Garten mit einem Abstand von etwa 30 cm und verarbeiten die duftenden Blüten dieser beliebten Heilpflanze.

 

Pfefferminze – klassisches Hausmittel bei Erkältungen

Die ätherischen Öle der Pfefferminze wirken antibakteriell, keimtötend und bei Atemwegsinfekten schleimlösend. So gilt diese Heilpflanze zum Beispiel bei einer dicken Erkältung als bewährtes Hausmittel. Darüber hinaus kann der Duft der Pfefferminze Kopfschmerzen lindern und findet auch bei Ischias, Magenkrämpfen und Durchfall Verwendung.

 

Salbei bei Zahnschmerzen und Halsschmerzen

Insbesondere bei Heiserkeit und starken Halsschmerzen, aber auch bei Entzündungen im Zahnbereich profitieren Sie von der antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung von Salbei. Erhöhen Sie die Dosierung von Salbei, kann dies zu starkem Schwitzen führen. Dies mag ein Grund sein, warum viele bei Halsschmerzen oder Beschwerden im Halsbereich Salbeibonbons lutschen.

 

Fazit

Wir schätzen das breite Wirkungsspektrum der Heilpflanzen seit Jahrhunderten. Diese zum Teil vergessenen Naturheilmittel versprechen nicht nur bei Erkältungs- und Magenbeschwerden schnelle Linderung. Nutzen Sie das heilsame Potenzial der Natur und werfen einen Blick auf alte Naturheilmittel, um Infekte und Erkrankungen bereits im Keim zu ersticken.

https://www.vitaloo.de/heilpflanzen

Letzte Aktualisierung am

Literatur:

  • Wolfgang Piper: Innere Medizin. 2. Auflage. Stuttgart 2012: Springer-Verlag.
  • Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2016: G. Herold Verlag
  • Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte
  • Deutsches Ärzteblatt, Studien und aktuelle Nachrichten
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