wie du gutes Fleisch kaufen kannst
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Gutes Fleisch für eine gesunde Ernährung

Fleisch ist ein wertvolles Lebensmittel, dass die Meisten viel zu unbewusst und zu häufig genießen. Eine Grundsatzdiskussion über den bewussten Fleischgenuss möchte ich an dieser Stelle nicht lostreten.

Es geht mir vielmehr um praktische Tipps, wie du gutes Fleisch kaufen kannst.

Fleischkonsum nach unten setzen: Gesünder leben

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung veranschlagt 300-600 g Fleisch in der Woche. Werfen wir nun einen Blick auf den deutschen Pro-Kopf-Konsum ist dieser doppelt so hoch. Gemäß des europäischen Standards erfüllen die Produkte mit einem europaweiten Bio-Siegel die ökologischen und tiergerechten Anforderungen an die Landwirtschaft.

In diesem Zusammenhang sind die Auswirkungen für die Umwelt bei der ökologischen Landwirtschaft als nachhaltiger zu bewerten. So wirkt sich der Kauf für gutes und hochwertiges Fleisch auch positiv auf die Umwelt aus.

Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Verbands-Biosiegel, wie Biokreis, Naturland, Biopark, Bioland oder demeter. Die EU hat 316 Zusatzstoffe zugelassen – bei den Biorerzeugnissen sind es 50 Stoffe. Leider ist Deutschland einer der größten EU Exporteure, wenn es um billiges Schweinefleisch geht. Schwein ist hierzulande die beliebteste Fleischsorte.

Der Preis – Kaufe niemals billiges Fleisch!

Es kann auch im Discountermarkt gute und hochwertige Fleischprodukte geben. Dennoch dominieren oftmals die Niedrigpreise. Der Großteil der Gelder fließt in Imagekampagnen und Werbung. Da bleibt nicht viel Reservoire, um es in hochwertiges Fleisch zu investieren. Eines der wichtigsten Merkmale für gutes Fleisch ist das EU Bio-Siegel für Biofleisch höchster Qualität. Anderen Versprechungen auf der Verpackung solltest du auf jeden Fall mit gesundem Zweifel begegnen.

Niemals eingeschweißtes Fleisch kaufen

Unter der Folie sah das Fleisch doch so lecker aus. Als ich es dann in die Pfanne legte, blieb leider nicht mehr viel übrig. Hast du auch schon einmal eine ähnliche Erfahrung gemacht? Dann solltest du am besten niemals eingeschweißtes Fleisch kaufen. Rindfleisch muss unbedingt abgehangen sein und braucht Zeit für die Kühlung und die Lagerung. Das Billigfleisch ist oftmals sehr wässrig. Viele Untersuchungen haben ergeben, dass die Händler Fleisch unter der Folie mit Wasser aufspritzen, um ihm mehr Volumen zu geben.

Regionales Fleisch kaufen

Wir sollten darauf verzichten, Fleischprodukte zu kaufen, die schon einen sehr langen Weg hinter sich haben. Selbst das gefragte Biofleisch musste erst eine lange Reise aufnehmen, bis es auf deinem Teller landet. Das verträgt sich natürlich nicht mit dem Gedanken an Nachhaltigkeit, wenn wir an den Spritverbrauch und den Transport denken. Darüber hinaus gibt es immer wieder neue Skandale, gerade aus China, wenn es um die Fleischqualität geht. Es macht viel mehr Sinn, sich regional zu informieren, welche Metzger noch schlachtet und sein eigenes Fleisch vertreibt.

Unter Schutzatmosphäre verpackt

Eigentlich bedeutet das nichts anderes, als dass der Hersteller in die Verpackung ein Gasgemisch füllt. So behält das rote Fleisch zum Beispiel länger seine rote Farbe und sieht frisch aus. Das Bundesamt für Risikobewertung hat 2010 feststellen können, dass dieses Fleisch jedoch oftmals einen ranzigen Geruch und Geschmack annimmt, wenn es unter dieser Schutzatmosphäre verpackt wurde. Das Einzige, was die Atmosphäre schützt, ist wohl nur das Aussehen.

Bio Siegel

Sobald du das grüne Blatt auf der Fleischverpackung wieder findest, geht der Hersteller nicht auf die Massentierhaltung zurück. Das Futter muss Qualitätskriterien entsprechen. Gentechnik ist verboten und die Tiere haben in dem Stall etwas mehr Platz. Von Perfektion im Zusammenhang mit dem Bio Siegel zu sprechen, führt aber zu weit.

Zudem ist es den Bauern tatsächlich gestattet, auf ein und demselben Hof die ökologische und die konventionelle Tierhaltung durchzuführen. Förderlicher wären viel strengere Tierhaltungskriterien, wie bei dem Bioland oder Naturland Zertifikat. Hier achten nämlich die Prüfer auf eine artgerechte Bio Tierhaltung. Das Futter besteht zu großen Teilen aus Bio Produkten und aus Eigenproduktion. Für die Tierhalter ist das äußerst aufwändig und geht mit einer natürlichen Tierhaltung einher, wie wir sie noch vor vielen Jahren kannten.

DLG-prämiert

Es handelt sich um die Testkriterien der sensorischen Bewertung der DLRG. Geruch, Geschmack, Aussehen und Konsistenz wurden bewertet. Tatsächlich gehört es zum Bewertungskriterium, ob sich die Packung leicht Öffnen ließ. Keine Aussagen fällt die DLG über die Produktion und den Transport.

Die Testkriterien der vergoldeten Produkte bürgen also nicht für einen hervorragenden Geschmack. Das konnten praktische Tests und Vergleiche mehr als einmal herausfinden.

ACHTUNG beim Grillfleischkauf

Die meisten Fehler machen die Verbraucher beim Kauf von Grillfleisch. Wie lecker sehen die marinierten Fleischstücke in der Auslage und im Kühlregal aus. Dabei können wir eigentlich die normale Maserung im Fleisch nicht mehr erkennen. Zumal auch viele Fleischstücke durch die Marinade haltbarer gemacht werden.

So kaufst du garantiert gutes Fleisch!

Gutes Fleisch lässt sich an Fett und Narbe erkennen. Die Farbpalette bei Rindfleisch reicht von tiefem Rot bis hin zu dunklem Rosa. Schweinefleisch sollte maximal ein zartes Rosa aufweisen. Es sollte niemals heller sein. Geflügel ist entweder hell Rosa oder Rot. An seiner Oberfläche sollte das Fleisch glatt und trocken sein. Hat es eine raue Struktur oder zieht es Schlieren, kann es bereits einige Tage alt sein. Bakterien und Keime können nämlich Versetzungsprozesse in Gang setzen.

Auch wenn wir mageres Fleisch lieben, sollte doch einiges Fett als Geschmacksträger darin sein. Besonders die vielen feinen und kleinen Fettadern wirken sich positiv auf den Geschmack aus. Unsere Nase kann nicht trügen. Das Fleisch sollte niemals ungewöhnlich oder süßlich riechen. Dann ist es nicht mehr für den Verzehr geeignet. Wenn du die oben genannte Veränderungen im Fleisch feststellst, solltest du es unbedingt reklamieren und zurück in den Supermarkt oder zum Metzger bringen.

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