Trockene Augen nachts – geschwollene ausgetrocknete Augen

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Trockene Augen nachts

Gehören Sie auch zu den Leuten, die morgens mit geröteten und trockenen Augen aufwachen? Oder sind sogar die Augenlider geschwollen? Wenn trockene Augen nachts sogar brennen und schmerzen, ist ein Besuch beim Augenarzt sinnvoll. Es gibt dafür unterschiedliche Ursachen aber auch genügend Möglichkeiten etwas gegentrockene Augen nachts zu tun. In den nachfolgenden Absätzen beschäftigen wir uns deshalb mal ganz genau mit interessanten Fakten zu diesem Thema.

Trockene Augen nachts
Trockene Augen nachts, Copyright: Yastremska bigstockphoto, vitaloo.de

 

Was kann man gegen trockene Augen machen

Wenn Ihnen trockene Augen nachts Beschwerden bringen, kann das eine Folge von Betätigungen und Umwelteinflüssen am Tage sein. Langes Arbeiten am Computer, langes Fernsehen am Abend oder extrem trockene Raumluft können ganz einfache, vermeidbare Gründe für trockene Augen nachts sein. Da nachts automatisch die Produktion der Tränenflüssigkeit mittels der Tränendrüse geringer ist, neigt das Auge eher zu Trockenheit.

Da der Lidschlag, der am Tag automatisch funktioniert, beim Schlafen fehlt, entfällt das gleichmäßige Verteilen des Tränenfilms. Es kommt dadurch zu Benetzungsstörungen an Bindehaut und Hornhaut. Das Problem ist, dass trockene Augen auch empfindlicher gegenüber Krankheitserregern sind. Denn es mangelt an Immunglobulinen, die sonst Krankheitskeime abwehren. Diese Immunglobuline kommen unter anderem auch von den akzessorischen (zusätzlichen) Tränendrüsen, die nachts ihre Tätigkeit ebenfalls einstellen.

Nachts erfolgt nämlich die Flüssigkeitsaufnahme für eine Benetzung der Augenoberfläche über die Bindehaut (statt Lidschlag und Tränendrüse am Tag). Dies ist eine Art Teufelskreis, der letztlich zu den trockenen Augen nachts führt. Nach einer Zusammenfassung wichtiger Punkte der gesamten Thematik folgen danach Details zur genaueren Erläuterung wesentlicher Fakten.

 

Das Wichtigste im Überblick – Wenn Sie an Trockenen Augen nachts leiden

Wenn folgende Symptome an den Augen nachts vermehrt auftreten:

  • Brennen in den Augen
  • Druckgefühl, wie Fremdkörper im Auge
  • Juckreiz
  • Schmerzen
  • rote Augen
  • Trockenheitsgefühl,

sollten Sie unbedingt einen Augenarzt aufsuchen.

Er kann ernstere Erkrankungen ausschließen und eine passende Behandlung einleiten. Vorher bitte nicht einfach mit irgendwelchen Augentropfen experimentieren!

 

Wie es zu trockenen Augen nachts kommen kann

Um dies zu verstehen, ist es sinnvoll, das gesamte System am Auge etwas näher zu betrachten. Neben den knöchernen Schutzvorrichtungen (Orbita), die das Auge vor Schaden von außen bewahren , gibt es weitere wie Augenlider und Tränenapparat. Augenlider sind bewegliche Hautfalten mit Schutzfunktionen vor:

  1. Austrocknung (der Hornhaut u. Oberfläche des Auges)
  2. Druck von außen (z. B. auf Augapfel)
  3. Fremdkörpern (z. B. Schweiß, Staub).

Außerdem wirken Augenlider beim Schlafen als Abschirmung vor Lichtreizen. Vor allem aber verteilen Lider die Tränenflüssigkeit (Tränenfilm) auf der Oberfläche der Augäpfel. Diese Tränenflüssigkeit, auch Tränenfilm genannt, kommt aus den über dem Augapfel liegenden Tränendrüsen. Zusätzliche Tränendrüsen liegen in der Bindehaut.

Die von den Tränendrüsen produzierte Tränenflüssigkeit ist eine Art Film, der aus drei Schichten besteht:

  • Fettschicht (Lipide) als äußere Schicht
  • Muzinschicht (Schleim) als obere Schicht
  • Wässrige Schicht in der Mitte (Antikörper, Nährstoffe).

Dieser Tränenfilm schützt vor Reibung und Infektionen, er versorgt die Hornhaut mit Nährstoffen und Sauerstoff. Der Tränenfilm stellt mit seiner Tränenflüssigkeit eine lichtbrechende Schicht her, die das Sehvermögen unterstützt. Die Verbindung von Augapfel zu Augenlidern stellt die Bindehaut dar. Die Bindehaut wirkt ebenfalls als eine Art Schutzvorrichtung gegen Fremdkörper und Keime. Wenn all diese Dinge irgendwie nicht funktionieren, wenn es zu Benetzungsstörungen kommt, entstehen trockene Augen nachts und auch am Tage.

 

Trockene Augen nachts – Qualität des Tränenfilms, Verdunstung oder Verminderung?

Nicht nur die geringe Produktion von Tränenflüssigkeit ist schuld an dem Symptom trockene Augen nachts. Übrigens ist diese Erscheinung im Alter weiter verbreitet, Frauen sind allgemein stärker betroffen. So können Hormonersatztherapien (z. B. Östrogengabe) bei Beschwerden in der Meno-Pause das Risiko für trockene Augen erhöhen. Aber auch Diabetes (Zuckerkrankheit), Gefäßerkrankungen, Rheuma und Schilddrüsenerkrankungen können ursächlich für trockene Augen nachts sein. Gewisse Medikamente, längere Zeit eingenommen, sind ebenfalls in der Lage, die Tränenproduktion negativ zu beeinflussen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Acetylsalicylsäure (Blutverdünnung, Schmerzen),
  • Betablocker (Herzrhythmus, hoher Blutdruck)
  • oder Mittel gegen depressive Erkrankungen.

Ein weiterer Auslöser für trockene Augen nachts können Kontaktlinsen sein. Speziell weiche Kontaktlinsen, die sich der Augenoberfläche genau anpassen, sind gefährlich. Dadurch können Sauerstoff und Tränenflüssigkeit nur ganz schlecht an die Hornhaut gelangen. Wenn durch Umwelteinflüsse (Klimaanlage, Wind) die Tränenflüssigkeit rascher verdunstet und somit fehlt, kommt es ebenso zu trockenen Augen. Wenn der Tränenfilm z. B. einen zu geringen Ölanteil hat, verdunsten die wässrigen Teile der Tränenflüssigkeit rascher. Danach tritt typischerweise neben dem Trockenheitsgefühl verstärkt Brennen auf.

 

Was prüft der Augenarzt?

Zu Beginn wird, wie bei jeder ärztlichen Untersuchung die allgemeine Befragung zu den bei Ihnen bestehenden Beschwerden (Symptomen) stehen. Gesichts- und Lidhaut werden genau untersucht. Der Arzt beobachtet Lidschlaghäufigkeit, Lidschluss und weitere Äußerlichkeiten. Menge und Zusammensetzung des Tränenfilms lassen sich ebenfalls untersuchen. Dies geschieht mit dem Schirmer Test (Filterpapier in Bindehautsack). Um etwas über die Qualität der Tränenflüssigkeit zu erfahren, ist das Färben der Hornhaut nötig.

Mit der Spaltlampe (spezielles Biomikroskop) kann der Augenarzt Veränderungen an der Augenoberfläche feststellen. Die Gesamtheit aller Untersuchungsergebnisse liefert meist eindeutige Hinweise für eine eventuell nötige Behandlung.

 

Welche Behandlung hilft gegen trockene Augen?

Trockene Augen nachts (und am Tage) können neben dem allgemeinen Mindern der Lebensqualität größere Probleme bringen. Entzündungen und Schädigungen der Hornhaut und der Augenlider, verbunden mit Augeninfektionen, können mögliche Komplikationen darstellen. Am Ende kann die Sehfähigkeit deutlich beeinträchtigt sein. Deshalb ist es unbedingt nötig, rechtzeitig zum Augenarzt zu gehen und bald mit einer entsprechenden Therapie zu beginnen. Bei vielen Patienten ist die schützende Fett- (Öl-) Schicht des Tränenfilms, an den Lidrändern ausgeschieden, zu gering oder zu stark. Es entstehen falsche Mischungen der Tränenflüssigkeit. Meist ist das Ganze mit Entzündungen der Drüsen verbunden, was auch zu trockenen Augen führen kann.

In solchen Fällen sind:

  • Feuchtwarme Kompressen
  • Antibiotika (bei Bedarf)
  • Kortison (kurzfristig)
  • Gele und Augentropfen

sinnvolle Behandlungsmöglichkeiten.

Letztere werden einfach in den Bindehautsack geträufelt. Diese Tropfen sollten bei längerer Einnahme keine Konservierungsstoffe enthalten. Ihr Arzt empfiehlt Ihnen, je nach Diagnose, das für Sie geeignete Behandlungskonzept.

Geschwollene Augen treten aus unterschiedlichen Gründen auf. Neben einer Erkältung stellen Heuschnupfen und eine durchzechte Nacht Ursachen für die Schwellung dar. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass die Betroffenen an Übermüdung oder einer Entzündung im Bereich der Sehorgane leiden. Fragst Du Dich, was gegen geschwollene Augen hilft, gelten Naturheilmittel als günstige und schnelle Lösung. Schwellen die Lider dadurch nicht ab, suchen die Patienten ihren Hausarzt auf.

 

Geschwollenen Augen in der Nacht und tagsüber

Das hilft bei geschwollenen Augen ohne Nebenwirkungen?

  • Kühlung: Schwellung im Augenbereich geht zurück
  • feuchte Teebeutel: auf die Augen legen, lindert Entzündungsprozesse
  • Antibiotika: unterstützt Behandlung bakterieller Entzündungen
  • Roll-on-Sticks: abschwellender Effekt
  • frische Gurkenscheiben: verleihen Augen und umliegender Haut Feuchtigkeit

 

Was hilft gegen geschwollene Augen? – ausführliche Ratschläge

Um die geschwollenen Augen schnell zu behandeln, erhält die richtige Kühltechnik einen hohen Stellenwert. Durch das Auflegen eines kalten Lappens geht die Schwellung zurück, gleichzeitig lindert die Kühlung das durch die Komplikation begleitende Jucken. Einen ähnlichen Effekt erzielst Du, wenn Du einen Esslöffel mehrere Minuten in den Kühlschrank legst. Seine Wölbung drückst Du anschließend sanft auf die Augen.

Zu den Naturheilmitteln, die bei geschwollenen Augen helfen, zählen feuchte Teebeutel, da der Tee entzündungshemmende und desinfizierende Wirkstoffe enthält. Brühst Du das Heißgetränk auf, lässt Du den Teebeutel danach abtropfen und abkühlen und legst ihn abwechselnd auf die Augen. Vorrangig eignen sich Sorten, die Bitter- und Gerbstoffe enthalten, beispielsweise:

  • schwarzer Tee,
  • Kamillentee,
  • Salbeitee
  • und Pfefferminztee.

 

Resultiert die Schwellung der Augen aus einem Grießkorn oder einer bakteriellen Entzündung, verschreibt Dir der Hausarzt antibiotische Medikamente. Um deren Wirkprozess zu beschleunigen, bewährt es sich, die Augen mehrmals täglich gründlich auszuspülen und sanft zu reinigen. Gleichzeitig erweisen sich entzündungshemmende Augentropfen als geeignete Behandlungsmethode der gesundheitlichen Komplikation.

Nach einer schlaflosen Nacht fragst Du Dich, was bei geschwollenen Augen hilft. Einen schnellen abschwellenden Effekt erzielst Du durch praktische Roll-on-Sticks, die Du im Onlinehandel oder in Online-Apotheken erhältst. In ihnen befinden sich im Regelfall koffeinhaltige Substanzen, die beim Auftragen zur Entwässerung der Haut beitragen.

Zu den Hausmitteln gegen starke Schwellungen im Augenbereich zählen die gekühlten Gurkenscheiben, die der Haut zusätzliche Feuchtigkeit verleihen. Legst Du zwei Scheiben der grünen Gurke auf die geschlossenen Lider, profitierst Du von einer angenehmen Kühlung. Diese sorgt im gleichen Fall dafür, dass Reizungen – beispielsweise das unangenehme Kribbeln – in den Augen ausbleiben.

 

Was hilft gegen geschwollene Augen und warum entstehen sie?

Durch eine Allergie oder eine Erkältung kommt es zu einer temporären Schwellung der Augen, die im Normalfall innerhalb weniger Tage abklingt. Jedoch resultiert die Komplikation auch aus isolierten Krankheiten des Auges, die einer medizinischen Behandlung bedürfen. Ein Beispiel stellt das Gerstenkorn – umgangssprachlich auch Grießkorn genannt – dar. In der Fachsprache heißt es Hordeolum und besteht als Infektion mit den Staphylokokken. Sie sorgen für eine Entzündung der Drüsen, die oftmals mit Eiterbildung und Schmerzen einhergeht.

Zudem entstehen die geschwollenen Augen im Zuge einer Bindehautentzündung, welche die Ärzte als Konjunktivitis bezeichnen. Zu ihren Auslösern gehören Viren und Bakterien sowie mechanische Einflüsse. Zu den charakteristischen Symptomen zählt der eitrige Ausfluss, die Lichtscheu und die Rötung der Augenpartie. Auch trockene Augen, die beispielsweise durch das lange Arbeiten am Computer entstehen, führen zu zeitweiligen Schwellungen. Im Winter verstärkt sich das Phänomen aufgrund der trockenen Heizungsluft.

Wann treten geschwollene Augen als Symptom auf?

Nicht in jedem Fall erweist sich die Schwellung als eigenständiges Krankheitsbild. Bei einer allergischen Reaktion stellen die angeschwollenen Lider ein typisches Krankheitszeichen dar. Ebenso kommt es durch das Nierenversagen zu Wassereinlagerungen im gesamten Organismus. Vorrangig im Bereich der Lider bemerken die Betroffenen das Phänomen verstärkt. Weitere gesundheitliche Komplikationen, welche die Schwellung bedingen, sind eine Erkältung, eine Herzschwäche oder eine Fehlfunktion der Schilddrüse.

 

Augenschwellungen, die ohne Behandlung verschwinden

Nicht in jedem Fall besteht die Notwendigkeit, die geschwollenen Augen zu behandeln. Nach dem Weinen klingt die Schwellung innerhalb weniger Stunden eigenständig ab. Nach dem Aufstehen leiden die Betroffenen ebenfalls an dem Problem, da eine flache Liegeposition den Lymphabfluss erschwert.

 

 

Trockene Augen nachts – kurze Zusammenfassung

In den vergangenen Jahren gab es immer mehr wichtige Erkenntnisse zum Thema Trockene Augen. Die Ursachen sind immer besser untersucht, das Verständnis für die Begleiterscheinungen immer größer. Besonders wichtig für die Patienten:

Diagnostik und Möglichkeiten zur Behandlung verbesserten sich laufend. Das sich trotz meist harmloser Ursachen doch der Gang zum Augenarzt empfiehlt, ist die einhellige Meinung aller Experten. Schließlich kann ja unser Sehvermögen darunter leiden und im schlimmsten Fall sogar verloren gehen.

Seit 2010 schreibt der erfahrene Medizinredakteur Artikel und Nachrichten über verschiedene Gesundheitsthemen auf vitaloo.de. Er ist freier Publizist und Herausgeber des Magazins.