Schmerzenden Brustwarzen in der Schwangerschaft

Was hilft gegen schmerzenden Brustwarzen in der Schwangerschaft?

Zunächst gehören schmerzenden Brustwarzen zu einem der deutlichsten Anzeichen, dass Sie schwanger sind. Alternativ dazu leiden viele vor dem Einsetzen der Menstruation unter leichten stechenden Brustwarzenschmerzen.

Für all diese Veränderungen sind die weiblichen Hormone verantwortlich. Schließlich verändert sich der gesamte Körper in der Schwangerschaft. Das setzt in dem Umbau der weiblichen Brust an, die sich auf die Milchproduktion vorbereitet.

Juckreiz im Bereich der Brustwarzen Copyright: Kishivan, Bigstockphoto

Nun können die schmerzenden Brustwarzen in der Schwangerschaft äußerst unangenehm werden. In vielen Fällen ist die Brust äußerst druckempfindlich, lässt sich kaum berühren und schmerzt über den gesamten Tag.

Aus diesem Grund raten wir dazu, ausschließlich weiche und sehr softe Textilien zu tragen, die keinesfalls reiben. Das gilt gerade für Unterwäsche. In vielen Fällen macht es Sinn, schon während der Schwangerschaft einen Still-BH zu tragen. Denn hier lassen sich die Einlagen im Bereich der Brustwarzen herausnehmen, wenn diese unangenehm drücken.

Schnelle Hilfe bei schmerzenden Brustwarzen in der Schwangerschaft

Gerade bei entzündeten, wunden und schmerzenden Brustwarzen ist schnelle Hilfe gefragt, um Ihnen eine Erleichterung zu verschaffen. Später beim Stillen sollten die Gegenmaßnahmen sofort helfen. Andernfalls setzen Sie das Stillen aufs Spiel, das niemals schmerzhaft sein sollte.

• Bei besonders gereizten Brustwarzen können Kompressoren mit Schwarztee helfen. Hier ist von so genannten Warmwasser Kompressoren die Rede. Doch Achtung: Stillen Sie Ihr Baby, sollten Sie die Rückstände vollständig beseitigen, denn Schwarzer Tee kann einen bitteren Geschmack hinterlassen.

• Bei leicht gereizten und geröteten Brustwarzen streichen Sie etwas Muttermilch mit den Händen aus. In der Muttermilch sind nämlich antibakterielle Inhaltsstoffe enthalten, die die gesamte Brustwarze vor Infektionen schützen. Das gelingt jedoch nur in einem Frühstadium.

• Heute raten die Hebammen zu einer feuchten Wundheilung. Damit möchte man Schorfbildung entgegenwirken. Darüber hinaus minimieren sich die Schmerzen am Warzenhof. Es können sich schnell wieder neue Zellen bilden, was die Heilung beschleunigt.

• Bei stärkeren Reizungen und Schmerzen in den Brustwarzen, sollte sie sich die Hände gründlich waschen und danach Lanolin auftragen, dass die meisten unter dem Begriff Wollfett kennen. Außerdem schützt Lanolin die Brustwarzen und wirkt schmerzenden Brüsten entgegenwirken. Für eine feuchte Wundheilung zuträglich können so genannte Zinn- und Silberhütchen sein, die unter dem BH auf der Brustwarze getragen werden.

Wissenschaftlich bisher nicht belegt ist die Wirkung von Homöopathie und Akupunktur, die viele Damen jedoch in der Schwangerschaft und in der Stillzeit anwenden, um sich Entspannung zu verschaffen. Verwenden Sie auf keinen Fall alkoholische Lösungen oder Cremes. Sie trocknen das gesamte Areal aus und können die Infektion ausbreiten. Auch Traubenzucker ist nicht steril und begünstigt die Ausbreitung von Pilzen und Bakterien.

Schmerzende Brustwarzen in der Schwangerschaft behandeln

Parallel dazu können Auflagen aus Hydrogel weiterhelfen. Hier ist ein sachgemäßer Gebrauch zwingend notwendig. Andernfalls kann es zu weiteren Infektionen kommen. Sie sollten unbedingt vermeiden, dass die Auflagen an den Wunden haften bleiben. Das Abtrennen kann in diesem Fall mit starken Schmerzen verbunden sein.

Leiden Sie bereits unter Entzündungen im Bereich der Warzen und dem Warzenvorhof, sollten Sie gerade natürliche und beruhigende Hausmittel einsetzen.

Juckt und schmerzen die Brustwarzen, sollten Sie auf keinen Fall kratzen und diese Bereiche möglichst in Ruhe lassen. Andernfalls riskieren Sie weitere Entzündungen.

Schwellen die Brüste an, steigen Sie auf einen größeren BH oder auf einen Umstands-BH um und tragen Sie besonders weite Kleidung, die Sie nicht eingeengt. Bei Brustdrüsenentzündungen und sehr starken Schmerzen sollten Sie einen Frauenarzt aufsuchen, denn in diesem Fall kann nur eine medizinische Behandlung weiterhelfen.

Wirksame Soforthilfe bei schmerzenden Brustwarzen

Auf jeden Fall helfen kühlende Packungen oder Quarkwickel gegen starke Schmerzen in den Brustwarzen in der Schwangerschaft. Versuchen Sie zunächst mit einem kühlen und weichen Waschlappen über die Brustwarzen zu streichen und dadurch eine Linderung zu erzielen. Oftmals kann der kühlende Effekt von Wasser bereits eine erste Verbesserung erreichen.

Gehen Sie in der Schwangerschaft besonders sorgsam mit den Brustwarzen um. Gerade beim Duschen sollten Sie den Warzenvorhof nicht zu kräftig abrubbeln und nur sanfte Handtücher verwenden. Andernfalls können sicher schnell Entzündungen oder Irritationen einstellen. Darüber hinaus kann etwas Lavendelöl helfen. Sie sollten die Brustwarzen und den Warzenvorhof auf jeden Fall geschmeidig halten und mit sensitiven und getesteten Pflegeprodukten einreiben.

Gerade wenn die Brustwarzen weiß oder blutleer erscheinen, handelt es sich oftmals um einen Gefäßkrampf. Diese Symptome können sich auch auf andere Areale ausweiten und sollten unbedingt von einem Arzt behandelt werden.

Wie Sie schmerzende Brustwarzen wieder loswerden?

Später in der Stillzeit sollten Sie so genannte Brusthütchen einsetzen. Lassen Sie sich am besten von einer Hebamme beraten, denn Sie hat praktische Tipps und Ratschläge, was am besten gegen schmerzenden Brustwarzen hilft.

Grundsätzlich sollte keine Mama über mehrere Wochen unter schmerzenden Brustwarzen leiden und über die oben genanntem Gegenmittel eine schnelle Linderung erfahren. Im Zweifelsfall sollten Sie unbedingt mit der Hebamme oder mit dem Frauenarzt über Ihre Beschwerden sprechen, um eine schnellstmögliche Linderung zu erzielen. Es gibt spezielle Salben oder Cremes, die entzündete, gerötete oder nässende Brustwarzen effektiv behandeln.