Symptome

Geschwollene Lymphknoten im Hals – Ursachen und Erkrankungen

Die möglichen Ursachen für die Schwellung der Lymphknoten

Die häufigste Ursache für geschwollene Lymphknoten im Hals sind zumeist bakterielle Entzündungen und Viruserkrankungen. Nur bei ca. einem Prozent aller Patienten liegt in diesem Fall eine bösartige Erkrankung vor. Zumeist machen sich diese Schwellungen in Form von Halsschmerzen und Beschwerden beim Schlucken bemerkbar. Betroffene sprechen in diesem Zusammenhang von einem dicken Hals.

Lymphknoten

Urheber: tinydevil / 123RF

In den meisten Fällen liegt bei geschwollenen Lymphknoten am Hals eine einfache Mandelentzündung vor. Die Mandeln werden auch als kleine Lymphorgane bezeichnet. Wir haben es mit kleineren Lymphorganen zu tun, die aufgrund der mandelähnlichen Form ihren Namen erhalten haben. Im Inneren dieser Mandeln befindet sich eine Unmenge unterschiedlicher Abwehrzellen, die so genannte Lymphozyten. Im Prinzip unterscheiden wir vier verschiedene Mandeln:

  1. die Gaumenmandeln,
  2. die Rachenmandel,
  3. die Zungenmandeln,
  4. die Tubenmandel.

In der Gemeinschaft bilden diese Mandeln den lymphatischen Rachenring und zugleich die erste Abwehrfront gegen jede Form von Krankheitserregern.

 

Infektionen bei angeschwollenen Lymphknoten

Treten Bakterien und Viren auf diese Mandeln, reagieren dieser mit einer Entzündung. Im Zuge dieser Entzündung ist es den Mandeln möglich, einen Infekt zu bekämpfen. In diesem Fall ist vornehmlich von den Gaumenmandeln die Rede. Im Zuge einer Infektion in den Lungenwegen im oberen Bereich tritt bei der Mandelentzündung auch eine Anschwellung der Lymphknoten im inneren Hals auf. Eigentlich bekommen wir unsere Lymphknoten im Hals im gesunden Zustand gar nicht mit. Sie fallen uns erst als druckempfindlich und leicht tastbar auf, wenn es zu einer Entzündung kommt. Wir sprechen in diesem Zusammenhang von einer Vergrößerung der Lymphknoten. An zweiter Position hinter den Mandeln bilden die Lymphknoten die zweite Instanz des Abwehrsystems.

 

Die Funktion und Wirkungsweise der Lymphknoten

Die Gesamtheit der unterschiedlichen Lymphknoten im Hals bildet ein Netzwerk von Filterstationen für die menschliche Gewebeflüssigkeit. Ein Arzt kann aufgrund der Verteilung und Lage der geschwollenen Lymphknoten eine mögliche Erkrankung und Ursache definieren. In diesem Zusammenhang spielt auch die Krankengeschichte eines Patienten eine ausschlaggebende Rolle. Klagt Ihr Kind über geschwollene Lymphknoten am Hals, ist der Kinderarzt der richtige Ansprechpartner. Erwachsene begeben sich in die Hände eines Internisten oder eines Hals-Nasen-Ohren-Arztes. Doch auch Onkologen befassen sich mit Lymphknoten im Falle einer Krebserkrankung der Organe.

 

Infektionen über geschwollene Lymphknoten diagnostizieren

Ertasten Sie schräg vorn unter dem Hals einen kräftigen Strang, ist von dem Kopfwendelmuskel die Rede. Schwellen in diesem Bereich und im Nacken die Lymphknoten an, kann zum Beispiel eine Erkrankung der Ohrspeicheldrüse, des Nasen-Rachenraumes oder der Kopfhaut vorliegen. Schmerzen vor diesem Muskel verweisen auf eine Entzündung und Erkrankung der Mandeln und des Rachens. Sind die Lymphknoten unter Ihrem Unterkiefer angeschwollen, können wiederum Entzündungen der Zähnen und der Mundhöhle sowie eine Erkrankung der Lippen die Ursache sein. Angeschwollene Lymphknoten über dem Schlüsselbein verweisen wiederum auf Infektionen und Erkrankungen im gesamten Halsbereich, im Bauchraum, im Becken und in der Gebärmutter.

Der Großteil aller vorübergehenden und kurzweiligen Infektionen ist auf eine Anschwellung der Lymphknoten im Hals zurückzuführen. So müssen Sie sich bei leicht geschwollenen Lymphknoten im Hals noch keine Sorgen machen, vermutlich arbeitet Ihre Immunabwehr gerade auf Hochtouren. Diese Art abnormale Veränderungen klingen in den meisten Fällen innerhalb kürzester Zeit ab oder werden vom Arzt mit Antibiotika behandelt. Erst wenn angeschwollene Lymphknoten über vier Wochen hinweg mit Begleiterscheinungen, wie Schmerzen und Fieber, nicht abklingen, besteht die Möglichkeit einer ernsthaften Erkrankung.

 

Ernsthafte Krankheitsursache bei angeschwollenen Lymphknoten

Die jeweilige Behandlung und Therapie von geschwollenen Lymphknoten ist immer von deren Ursache abhängig. Bei bakteriellen Infektionen verschreiben die Ärzte Antibiotika und bei viralen Infektionen werden immer die auftretenden Symptome, wie zum Beispiel Fieber und Schmerzen, behandelt. Eine Schwellung der Lymphknoten muss nicht unwiderruflich auf einen Tumor hinweisen. Die Tumore im menschlichen Körper und in Lymphsystem werden als so genannte Lymphome bezeichnet. Diese Lymphome können bösartiger und gutartiger Natur sein. In diesem Zusammenhang ist von dem Hodgin Syndrom oder dem Non-Hodgin Syndrom die Rede. Doch auch andere schwerwiegende Ursachen, wie zum Beispiel HIV und Tuberkulose, können hinter den angeschwollenen Lymphknoten stecken.

 

Fazit

Stellen Sie angeschwollene Lymphknoten in Ihrem Hals oder im Hals Ihres Kindes fest, sollten Sie nicht sofort in Panik verfallen, aber dennoch einen Termin mit Ihrem Arzt vereinbaren. Denn erst die ursächliche Untersuchung und Diagnose führt zu einer effektiven und heilenden Behandlung. Nicht immer muss eine ernsthafte Erkrankung vorliegen. Die häufigsten Ursachen für diese Art der Anschwellung sind Infektionen im Hals- und Rachenbereich sowie der Speicheldrüsen und des Bindegewebes.

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