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Fruchtzuckerintoleranz: Symptome und Auswirkungen

Fruchtzuckerintoleranz erkennen

Kommt es im Hinblick mit Kohlenhydraten zu Problemen in der Darmregion, haben wir es mit der Fruchtzuckerintoleranz zu tun. Diese macht sich in Blähungen und Durchfall bemerkbar. Leiden Sie direkt nachdem Sie Lebensmittel mit Fructose eingenommen haben unter Schmerzen im Darm und Bauch? Dann sollten Sie sich die Symptome und Auswirkungen im folgenden Betrag genauer ansehen.

Fruchtzuckerintoleranz: Symptome und Auswirkungen

Urintest Labor Harn
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Es handelt sich hierbei um eine Stoffwechselstörung, die sich noch immer bei den meisten Medizinern noch nicht wirklich durchgesetzt hat, sodass Betroffene über Jahre an dieser Form der Intoleranz leiden, bevor eine ordentliche Diagnose erfolgt. Gehen Sie davon aus, dass diese Diagnose kompliziert und aufwändig ist, liegen Sie komplett falsch. Tatsächlich gibt es ein einfaches Diagnoseverfahren, um eine potentielle Unverträglichkeit festzustellen. Im Gegensatz dazu unterziehen sich Betroffene oftmals relativ schmerzhaften Darmspiegelungen und unangenehmen Magenspiegelungen, bevor schlussendlich eine Diagnose zur Unverträglichkeit von Fructose erfolgt.

 

Was passiert bei der Fruchtzuckerintoleranz

Tatsächlich ist Fruchtzuckerintoleranz keine Krankheit, sondern eine nicht immunologische Reaktion auf bestimmte Bestandteile der Lebensmittel. Nehmen Sie Lebensmittel mit Fruchtzucker auf, reagiert Ihr Körper auf diese Bestandteile. Diese Unverträglichkeitsreaktion bezieht sich hauptsächlich auf den Verdauungstrakt. So können Laktoseintoleranz und Fructoseintoleranz weder über die Haut, noch über das Blut im Rahmen der Allergiediagnostik festgestellt werden. Beide Unverträglichkeiten haben eines gemeinsam: Der Organismus weist eine Störung bzw. einen Defekt im Hinblick auf die Aufnahme und die damit verbundene Verwertung von Zuckerstoffen direkt im Dünndarm auf. So landen Fruchtzucker und Milchzucker unverdaut im Dünndarm bzw. im Dickdarm.

  • Dort beginnen dort ansässigen Bakterien mit Auftreffen dieser Inhaltsstoffe mit der anaeroben Gärung.
  • Im Zuge dieses Vorgangs kommt es zu einer plötzlichen Bildung von Gasen, wie zum Beispiel Wasserstoff, Methan und Kohlendioxid, was zu den unangenehmen Blähungen führt.
  • Darüber hinaus erfolgt eine Anregung des Stuhlgangs, was sich mitunter in Durchfall bemerkbar machen kann.
  • Obendrein ist es denkbar, dass diese Gase über die Blutbahn in die Lunge gelangen und von den Betroffenen ausgeatmet werden. Dieser Prozess kann wiederum zu unangenehmen Schwindelgefühlen führen.
  • Schlimmstenfalls kommt es zu extremem Durchfall, da sich durch die Zunahme von Wasser die Dickdarmflüssigkeit erhöht. Diese Erhöhung dieser Flüssigkeit kann bis auf das Fünffache zunehmen.

 

Aus den vorhergehenden Ausführungen dürfte deutlich geworden sein, dass die eigentliche Fruktoseintoleranz direkt im Dünndarm ansetzt. In diesem Zusammenhang liegt ein folgenreicher Defekt im Transportsystem GLUT-5 vor. Anders als bei gesunden Menschen, gelangt der Fruchtzucker nicht in die Dünndarmzellen, sondern unverarbeitet im Dickdarm, wo es zu den unangenehmen Folgeerscheinungen kommt. Fructoseintoleranz kann tatsächlich angeboren sein, dann fehlen dem Betroffenen die Enzyme für den Abbau von Fructose. Doch ist dies eine sehr seltene Form der Unverträglichkeit, die äußerst kompliziert und schwer verläuft. Bei den meisten Betroffenen wird Fructose nur in Teilen verwertet, so ist hier von der milden und der intestinalen Form der Fructoseunverträglichkeit die Rede.

 

Was gegen Fructoseunverträglichkeit tun?

Leiden Sie unter Fructoseunverträglichkeit, sollten Sie vor allem Milchzucker vermeiden. Bedenken Sie, dass in 1 l Kuhmilch bereits 50 g dieser Bestandteile enthalten sind. Die Diagnose der Unverträglichkeit erfolgt über einen simplen Atemtest. Diese Überprüfung erfolgt nach der Einnahme von Fruchtzucker und Milchzucker. Ihr behandelnder Facharzt misst jeweils den Wasserstoffgehalt. Bei diesem körperlichen Defekt kommt es zu einer übermäßigen Produktion von Wasserstoff im Zuge der Vergärung. Folglich übersteigen alle Betroffenen, die an einer Unverträglichkeit leiden, eine kritische Marke deutlich.

 

Fructose ist ein natürlicher Bestandteil aller Früchte und Gemüsearten. Darüber hinaus ist Fruktose auch in den folgenden Lebensmitteln enthalten:

  • Joghurt,
  • Fruchtsaft,
  • Honig,
  • Süßigkeiten,
  • Konfitüre

 

Insbesondere Lebensmittel, die kalorienreduziert sind, enthalten als Zuckeraustauschstoff Fructose in erheblichen Mengen. Bedenken Sie, dass Sie den Aufdruck „zuckerfrei“ mitberechtigtem Zweifel entgegentreten müssen. Schließlich bezieht sich die Aussage nur auf den handelsüblichen Haushaltszucker. Dieses Attribut macht keinerlei Aussage über Fructose. Außerdem enthalten viele augenscheinlich zuckerfreie Lebensmittel einen Austauschstoff namens Sorbit. Es handelt sich dabei um eine verkehrte Form der Fructose, die ebenfalls zu einer Unverträglichkeit führen kann. Insbesondere in industriell gefertigten Lebensmitteln kommen diese Zuckeraustauschstoffe vor.

 

Folgende Zuckerarten lassen sich unterscheiden:

  • Einfachzucker
  • Zweifachzucker und
  • Mehrfach Zucker
  • Fructose und Glukose
  • Galaktose und Haushaltszucker
  • Maltose und Laktose,
  • Laktulose und Oligosaccharide.

Letztere werden auch als so genannte Mehrfachzucker bezeichnet, die wiederum in 100 verschiedenen Kombinationen auftreten. Warum Betroffene von Fructoseintoleranz die Zuckeralkohol zu meiden haben, ist wissenschaftlich bis zum heutigen Tage noch nicht ganz geklärt. Eines weiß man: Alkohol wirkt sich negativ auf die jeweiligen Transporter aus, die wiederum Fructose durch die Darmwand bewegen. So kommt es in Kombination zu einer Steigerung der Beschwerden. Nehmen Sie hingegen nur Sorbit zu sich und in der Folge keinerlei Fructose, sind keinerlei Probleme zu befürchten.

Insbesondere Süßstoffe, wie zum Beispiel Stevia und Saccharin, gelten als besonders gut verträglich, sie ziehen keinerlei bakterielle Reaktionen nach sich. Doch warnen Experten in diesem Zusammenhang vor einem zu hohen Konsum.

 

Fruchtzuckerintoleranz: Alternative – Stevia

Stevia ist einer der Allrounder der Gegenwart, wenn es um eine Zuckeralternative geht. Es handelt sich dabei um eine Pflanze, die ihre Heimat vor allen Dingen in den südamerikanischen Gefilden hat. Seit dem 2. Dezember 2011 hat man Stevia auch endlich in der EU zugelassen. Insbesondere Patienten, die an Fructoseintoleranz leiden, haben auf dieses Datum der Zulassung gewartet. Sie sollten dennoch dieses Süßungsmittel niemals in Pulverform verwenden und selbst dosieren. Stevia ist mit einer enorm hohen Süßkraft ausgestattet, so haben Sie keinerlei Möglichkeit, von Hand eine exakte Dosierung vorzunehmen. Verwenden Sie hingegen Stevia ausschließlich in den so genannten Kombinationsprodukten.

 

Folgende Süßstoffe und Lösungsmittel sind auch bei Fructoseintoleranz gut verträglich:

  • Dinkelsirup, dieser besteht aus Matrose und Glukose,
  • Erythrit,
  • Getreidezucker,
  • Glukose,
  • Glukosesirup sowie Maltose,
  • Reissirup und Reissüße (getrockneter Reissirup).

 

weiterführenden Information

https://www.ugb.de/fructose-intoleranz-malabsorption/fructoseintoleranz/

 

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