Wie gesund ist Bierhefe? Wirkung auf Haut, Haare und Darm

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Bierhefe kann zum Backen oder auch zur Gärung von Bier und Wein genutzt werden. Daher ist sie in vielen Lebensmitteln vertreten. Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Du musst auf keinen Fall Dinge vermeiden, in denen diese Hefe enthalten ist. Die auch als Bärme oder Germ bezeichnete Backhefe besitzt mehrere gesundheitsfördernde Eigenschaften. Wir zeigen Dir hier im Detail, welche das sind.

„Bierhefe senkt die Konzentration des unerwünschten LDL-Cholesterins und versorgt den Körper mit B-Vitaminen.“

Hopfen, Bierhefe
Hopfen, Bierhefeherstellung – Copyright: Volff bigstockphoto

Bierhefe – eine echte Energiequelle

Diese Hefe wird aus einem Pilz gewonnen und ist ein guter Energielieferant für den gesamten Körper. Das haben beispielsweise Sportler längst für sich entdeckt und nutzen sie als natürliches Nahrungsergänzungsmittel. Neben dem Energiekick bekommt der Körper:

  • Magnesium
  • Kalium
  • Eisen
  • Zink
  • Phosphate
  • Kupfer
  • Silizium

Als Nahrungsergänzung lohnt sich die Hefe daher auch in stressigen Arbeitsphasen oder bei chronischer Müdigkeit. Der Organismus wird angeregt, ohne das Nebenwirkungen wie bei chemischen Mitteln befürchtet werden müssen.

Vitamine in Bierhefe

B-Vitamine kommen in großer Anzahl in dieser Hefe vor und machen im Kern der Sache ihre die Gesundheitsförderung aus. Danke den Vertretern der B-Vitamine kannst Du körperlich mehr leisten, das Immunsystem ist fitter und die Konzentrationsfähigkeit ideal.

Das bessere Immunsystem sorgt dafür, dass Du seltener an Infekten leidest und bestehende Entzündungen schneller abheilen. Das ist ein echter Geheimtipp für die nächste Erkältungswelle oder wenn wichtige Ereignisse anstehen, für die Du auf keinen Fall erkältet sein willst.

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Bierhefe
Bierhefe Tabletten
Copyright: Lucas Rizzi bigstockphoto

Zu den B-Vitaminen zählt im Übrigen auch die Folsäure (B9) und sie ist für jeden Menschen lebensnotwendig. Wachstumsprozesse der Zellen sind darauf angewiesen und diese Backhefe ist ein hervorragender Lieferant für B9. Da vor allem Schwangere und Senioren schnell zu wenig Folsäure für den individuellen Bedarf aufnehmen, können hier Bierhefe-Tabletten eine sinnvolle Maßnahme sein. Die Einnahme muss natürlich mit dem Arzt abgesprochen werden!

„Vitamin B kann vom Körper nicht gespeichert werden. Große Mengen auf einmal zuzuführen, nutzt den Organismus daher wenig. Die Vitamine müssen vielmehr regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden.“

Ungesättigte Fettsäuren versus Cholesterin

Neben den B-Vitaminen punktete Bierhefe mit einer Reihe von ungesättigten Fettsäuren sowie Lecithin. Das führt dazu, dass regelmäßiger Konsum den Cholesterinspiegel positiv beeinflusst. Das für die Gefäße schädliche LDL-Cholesterin wird abgebaut, sodass weniger im Organismus verbleibt.

LDL-Cholesterin wird oft als das „böse“ Cholesterin bezeichnet, da es sich beim Reisen durch die Gefäße an den Wänden ablagern kann (Stichwort Arteriosklerose). Das persönliche Risiko für Verschlüsse und damit für Herzinfarkte oder Schlaganfälle steigt.

Bierhefe senkt aber nicht nur das LDL-Cholesterin, es kann gleichzeitig das „gute“ HDL-Cholesterin erhöhen. Dieses ist der Gegenspieler zum „bösen“ Cholesterin, da es LDL-Ablagerungen von den Gefäßwänden abträgt und sie zur Leber transportiert. So schützt die regelmäßige Aufnahme der Hefe also Herz und Gefäße.

Förderung eines gesunden Hautbildes

Da Bierhefe reich an Zink und Biotin ist, kann die Regeneration der Hautzellen unterstützt werden. Zum einen wird die Reparatur geschwächter Zellen angeregt und zum anderen werden Entzündungen gehemmt. Außerdem wird das Wachstum neuer Zellen unterstützt.

Wer an Ekzemen oder Pickeln leidet, kann mit der Hefe seiner Haut von innen helfen. Die Wunden heilen schneller und trockene Stellen werden mit Nährstoffen versorgt. Das ist die ideale Ergänzung zu medizinischen Salben oder Cremes aus der Natur.

Auch ohne sichtbare Hautprobleme profitiert jeder Mensch von dem Naturprodukt, da sowohl die oberste Hautschicht als auch das Bindegewebe darunter mehr Widerstand gegen Umwelteinflüsse oder innere Entzündungsprozesse bilden. Für Betrachter wirkt das Hautbilder gesünder und oft auch straffer.

Bierhefe, gut für die Haare

Die genannten Inhaltsstoffe Zink und Biotin helfen nicht nur der Haut, sondern auch dem Haar. Die Stoffe ergänzen sich in diesem Fall perfekt mit den B-Vitaminen und geben dem Haar mehr Kraft. Der Körper kann mehr Keratin bilden und damit eine gesunde Haarstruktur herstellen. Somit glänzt das Haar mehr und sieht insgesamt voller aus.

Das hilft Frauen und Männern aber nicht nur beim Styling. Die gesundheitsfördernde Wirkung aufs Haar hat nichts mit reiner Optik zu tun, denn die Haarwurzel wird gleichzeitig besser verankert. Somit verkleinerst Du durch die Anwendung das Risiko auf Haarausfall.

Bierhefe als Unterstützer der Darmflora

Bierhefe ist zudem sehr reich an Ballaststoffen, was einer trägen Verdauung hilft. Wer regelmäßig an Verstopfungen leidet, muss nicht immer zur chemischen Keule greifen, sondern kann es mit circa einen Teelöffel des Nahrungsergänzungsmittel probieren. Pro Tag eingenommen, hilft diese Dosierung, Verstopfungen zu behandeln und die Darmflora insgesamt in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Die Hefe ist daher empfehlenswert, wenn Du beispielsweise Antibiotika einnehmen musstest und daher die Darmflora auch viele der guten Bakterien verloren hat. Die Wiederherstellung der gesunden Bakteriengemeinschaft wird beschleunigt und die normale Verdauung stellt sich früher wieder ein.

Auch in diesem Fall gilt natürlich: Die Absprache mit dem Hausarzt ist sinnvoll. Es können ernste Magen-Darm-Erkrankungen vorliegen, die nicht allein mit Naturmitteln behandelt werden sollten.

Quellen und Links

  • Uni, München, Über den therapeutischen Nutzen von Hefezellen (PDF)
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