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Erhöhte Blutfettwerte

Ursachen für zu hohe Blutfettwerte

Die Gründe für eine zu hohe Konzentration von Cholesterin oder Triglycerid im Serum liegen häufig bei einer mangelhaften Bewegung mit einer gleichzeitig erhöhten Aufnahme von fettreichen Nahrungsmitteln. Einige Erkrankungen führen ebenfalls zu einem Ungleichgewicht im Fettstoffwechsel. Zu diesen zählen:

hohe Beta HCG Werte

Bluttest / Urheber: erezniy / 123RF

 

 

  • Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion),
  • Diabetes mellitus,
  • Leber- und Nierenerkrankungen,

Ebenso führt eine Behandlung mit verschiedenen Medikamenten oder Hormonen zu erhöhten Blutfettwerten. Die sich daraus ergebenden Fettstoffwechselstörungen bezeichnen Mediziner als Hyperlipoproteinämie.

 

Erhöhte Blutfette resultieren seltener aus angeborenen Störungen im Fettstoffwechsel. Diese zählen zu den familiären Hyperlipoproteinämien. Je nach Erkrankung liegt eine Veränderung beim Cholesterin oder bei den Triglyceriden vor. Kombinationen entstehen genauso, wie zu niedrige HDL-Cholesterin-Werte.

 

Risiken erhöhter Blutfettwerte

In Kombination mit weiteren Faktoren wie:

  • Übergewicht,
  • Rauchen,
  • Alkoholmissbrauch,
  • Bewegungsmangel und
  • Bluthochdruck

führen zu hohe Blutfettwerte im Bereich des Gesamt- oder LDL-Cholesterins zu einer Verkalkung der Arterien (Arteriosklerose). In vielen Fällen bleiben Hyperlipidämien unerkannt, da eine Verschiebung der Werte keine Beschwerden verursacht. Arteriosklerose verursacht starke Durchblutungsstörungen im Herz, Gehirn oder in den Beinen. Daraus entwickelt sich unter Umständen eine koronare Herzkrankheit mit Herz- oder Brustenge (Angina pectoris). Sie führt zu einer Verengung der Herzkranzgefäße, die mit einer unzureichenden Sauerstoffzufuhr des Herzmuskels einhergeht.

Zu hohe Blutfettwerte führen ebenfalls zur Entstehung von Blutgerinnseln, die sich durch die Verstopfung der Gefäße äußert. Die Folgen daraus sind ein Myokardinfarkt oder Schlaganfall. Liegen Schmerzen beim Gehen vor, weist das auf eine Durchblutungsstörung oder einen Gefäßverschluss hin. Liegen die Triglyzerid-Werte außerhalb des Normbereiches führt dies langfristig zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung.

 

Maßnahmen zum Senken der Werte

Grundsätzlich empfiehlt sich zunächst eine Umstellung der Lebensführung und der Ernährung, um Fettstoffwechselstörungen zu beheben. Dazu zählt eine ausgewogene, gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und das Reduzieren eines vorliegenden Übergewichts. Die sportliche Betätigung trägt viel zu einem normalen Fetthaushalt bei. Empfehlenswert sind täglich 30 Minuten Ausdauersport wie Radfahren, Schwimmen oder Walking.

Eine ballaststoffreiche, fettarme Ernährung verringert das Risiko für Erkrankungen. Tierische Fette gelten als schädlich, da sie zu viele gesättigte Fettsäuren enthalten. Pflanzliche Produkte eignen sich besser. Sie enthalten ein- bis mehrfachgesättigte Fettsäuren. Patienten beschränken generell die Aufnahme des Cholesterins auf bis zu 300 Milligramm täglich. Dieses findet sich in großen Mengen in Aal, Meerestieren, Räucherfisch, Eigelb, Innereien sowie in der Haut von Geflügel und Fisch. Ebenfalls enthalten Schmalz, Butter, fettreiche Milchprodukte, Eiscreme und fetthaltiges Fleisch zu viel Cholesterin. Es empfiehlt sich, diese Nahrungsmittel zu meiden.

Erhöhte Triglyceride senken Patienten durch den Verzicht von Alkohol und Zucker. Ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie Fisch verringern die Umwandlung des Zuckers in Triglyceride. Ebenfalls empfiehlt sich fettarme Kost.

 

Die Behandlung beim Arzt

Reicht die Umstellung Ihrer Lebensgewohnheiten und Ihrer Ernährung nicht aus, verschreibt Ihnen der Mediziner Medikamente, die die Blutfettkonzentration reduzieren. Zur Anwendung kommen hauptsächlich Cholesterin-Synthese-Enzymhemmer in Form von Statinen. Wirken diese nicht, stehen Alternativen wie:

  • Nikotinsäure,
  • Fibrate,
  • Gallensäurebinder und
  • Cholesterinresorptionshemmer

zur Verfügung.

 

Empfehlenswert ist die regelmäßige Überprüfung Ihrer Werte. Bei sehr schweren Erkrankungen entfernt der Arzt das LDL-Cholesterin mittels einer LDL-Apherese aus dem Serum. Triglyceridwerte senkt er mit Nikotinsäure, Omega-3-Fettsäuren und Fibraten.

 

Um sich langfristig gesund zu ernähren, bieten sich

  • magere Fleischsorten,
  • Rohkost,
  • Gemüse,
  • Obst,
  • Olivenöl,
  • frischer Fisch,
  • Vollkornprodukte und
  • Magermilchprodukte

In Kombination mit regelmäßiger Bewegung senken sie das Risiko für zu hohe Blutfette.

 

Quelle:

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