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Was hilft bei Dauerkopfschmerzen » Ursachen und Behandlung

Jeder Zweite leidet regelmäßig unter Kopfschmerzen. Hunderte verschiedener Arten und Ursachen machen die Diagnose und Behandlung nicht einfach. Umso wichtiger ist es, Dauerkopfschmerzen zu erkennen und folgerichtig zu behandeln. In der Fachsprache ist von episodisch auftretenden Beschwerden die Rede. Medizinisch spricht man bei den Kopfschmerzen von Cephalgie. Neben den Rückenschmerzen haben wir es mit der zweithäufigsten Schmerzform zu tun, die bei Erwachsenen gleichsam wie bei Kindern auftreten.

Dauerkopfschmerzen aufgrund eines HWS-Syndrom | © Picture-Factory

Was steckt hinter den Dauerkopfschmerzen?

Sprechen wir von den Dauerkopfschmerzen, bezeichnen wir damit die Migräne. Es handelt sich um chronische und sehr schwere Beschwerden, die es Betroffenen unmöglich machen, weiterhin normal am Leben teilzunehmen. Oftmals sind diese heftigen Kopfschmerzen eine Ursache für eine ernstzunehmende Erkrankung. Wer also häufig unter Kopfschmerzen leidet, sollte diesen unbedingt nachgehen und sie nicht einfach nur mit gewöhnlichen Schmerzmitteln behandeln.

 

Angststörung Frau sitzt und grübbelt
Angststörungen verursachen Kopfschmerzen -Urheber: bialasiewicz / 123RF.com

 

Wie viele Deutsche leiden unter Dauerkopfschmerzen?

Tatsächlich sind es 2-5 % der Bevölkerung, die unter den chronischen Dauerkopfschmerzen leiden. Die Belastung ist enorm, denn Betroffene klagen monatlich über mehr als 15 Tage über Kopfschmerzen und das über drei Monate hinweg. Von einem Dauerkopfschmerz ist die Rede, wenn er drückend, diffus oder beidseitig auftritt. Oftmals startet der Tag schon mit einem hämmernden Kopfschmerz, der von quälenden migränetypischen Attacken überlagert wird.

 

Leiden Frauen häufiger unter Dauerkopfschmerzen?

Prozentual leiden Frauen häufiger unter Kopfschmerzen als Männer. So ist die Migräne ein typisch weibliches Problem. Von diesen heftigen, chronischen Schmerzen können selbst Kinder betroffen sein. Ab einem Alter von über 45 nehmen die Beschwerden statistisch ab. Das macht es einfacher, die Dauerkopfschmerzen in zwei Gruppen einzuteilen:

  • Primäre Kopfschmerzen führen zurück auf eine bestimmte Krankheit. Hier können wir die Ursache erkennen.
  • Sekundäre Kopfschmerzen verweisen auf andere Störungen im Körper. Sie sind als Warnsignal zu verstehen.

 

Wann sprechen wir von Migräne?

Die häufigsten Ursachen für Kopfschmerzen sind vollkommen harmlos und stehen in Verbindung mit Erkältungen, Medikamenten oder anderen geläufigen Erkrankungen. Typische Begleiterscheinungen sind Schmerzen im Nacken und im Hinterkopf. Bei heftigerem Auftreten kann es sogar zu Brechreiz, Übelkeit und einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber Licht und Lärm kommen. Steigert sich das Ganze, treten auch Depressionen und Sehstörungen auf. Hier befinden wir uns im Segment der Migräne.

Eine Migräneattacke kann in der Regel von 4 bis zu 72 Stunden andauern. Betroffene leiden unter pulsierenden und mäßigen bis starken Schmerzen sowie den oben genannten Begleiterscheinungen. Die Patienten sprechen in bis zu 15 % der Migräneattacken von einer so genannten Aura: Das sind Sehstörungen, die sich im Sehzentrum einstellen und auch mit einem leichten kribbeln in Armen und Beinen ebenso wie einem Flimmern vor den Augen einhergehen. In äußerst schweren Fällen kommt es sogar zu Wortfindungsstörungen.

 

Eine der größten Gefahren bei Dauerkopfschmerzen

Eine unterschätzte Gefahr ist die Überdosierung der Schmerzmittel. So nehmen mittlerweile mehr als 80 % der Betroffenen bei chronischen Dauerkopfschmerzen und Migräne zu viele Analgetika und Triptane ein. Bis zum heutigen Tage gibt es kein durchgängiges Konzept, das die tatsächlichen Ursachen für die Kopfschmerzen aufzeigt. Aktuelle Studien liefern zum Teil widersprüchliche Ergebnisse.

Eines haben die Ergebnisse der letzten Jahre gemeinsam: Oftmals versprechen Arzneimittel in Kombination eine effektivere und wirksamere Hilfe, als die Monotherapie, die auf ein einziges Schmerzmittel zurückgeht. Zudem profitieren Patienten von homöopathischen Behandlungen im Hinblick auf die Entspannung und Stressbewältigung.

 

Botox gegen Migräne zugelassen

In den USA und Großbritannien ist die Botulinumtoxin-Injektion zugelassen, die Betroffenen bei chronischer Migräne weiterhelfen soll. Ca. alle 12 Wochen injiziert ein Arzt an spezifischen Punkten am Kopf, im Gesicht und im Nacken das Gift. Nach 8 Wochen beginnt das Mittel zu wirken. Dennoch müssen die behandelnden Ärzten den Patienten die Hoffnung auf vollkommene Genesung nehmen, da keiner der Betroffenen bisher vollkommen schmerzfrei blieb. Einzig und allein die Häufigkeit der schweren Tage der Migräne konnte nach unten gesetzt werden. Das Ziel soll es sein, weniger Schmerzmittel und Medikamente einnehmen zu müssen.

Wenn es auch widersprüchlich klingen mag, sind viele an ihren Dauerkopfschmerzen selbst schuld. Indem sie regelmäßig und in sehr hohen Dosen Schmerzmittel, einnehmen erhöhen sie das Risiko dauerhaft unter diesen Schmerzepisoden zu leiden. So sollen 2 % der Bevölkerung infolge von Medikamenten über Gebrauch an diesen chronischen Kopfschmerzen leiden. Insbesondere den Triptanen spricht man diese Gefahr zu.

Ebenso schwer ist es, eine pauschale Ursache für Dauerkopfschmerzen, Spannungskopfschmerzen und Migräne auszumachen. Die häufigsten Gründe führen auf eine Überbelastung der betroffenen Patienten hin.

 

Dauerkopfschmerzen Ursachen für anhaltende Spannungskopfschmerzen

Das ist eine häufige Form der Kopfschmerzen, die fast jeder schon einmal durchgemacht hat. Im Bereich der Stirn und an den Seiten des Schädels lässt sich dieser Kopfschmerz genauestens lokalisieren und verteilt sich dumpf drückend in mehrere Bereiche. Oftmals halten Betroffene diese Schmerzen aus. Sie empfinden diese als belastend, können aber mit ihrer bisherigen Tätigkeit fortfahren.

Zu den häufigsten Ursachen gehören die folgenden Dinge:

  • Rückenprobleme oder Wirbelsäulenprobleme
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Schwankungen des Blutzuckers
  • physischer oder psychischer Stress
  • Angst und Sorgen
  • Verspannungen im Nacken
  • wenig Schlaf
  • einseitige/ungesunde Ernährung
  • Gift- oder Pilz-Belastung
  • Medikamente

In den meisten Fällen sind die Betroffenen selbst in der Lage, den Kopfschmerz folgerichtig zuzuordnen. Sie haben schlecht geschlafen, einen sehr stressigen Tag gehabt, leiden unter einer Erkältung oder stehen unter besonders hohem psychischen Druck. Auch ein stetiger Mangel an Mineralstoffen und Vitaminen kann zu Kopfschmerzen führen. Hier gilt es, in der eigenen Ernährung anzusetzen.

 

Die Hintergründe von Dauerkopfschmerzen

Wie oben bereits erwähnt, diskutieren viele Forscher und Wissenschaftler die Ursachen schon über mehrere Jahre hinweg und stellen einen zunehmenden Missbrauch der Schmerzmittel fest. Die Werbung macht es uns doch so einfach. Sie lebt uns vor, dass niemand mit Schmerzen leben muss. Viele der Schmerzmittel, wie zum Beispiel Thomapyrin, Paracetamol oder Aspirin, sind frei verkäuflich in unbegrenzten Mengen. Leiden Sie unter drückenden Kopfschmerzen und das über mehrere Tage im Monat, kann ein vollständiger Verzicht auf die Schmerzmittel und Medikamente zur Heilung führen.

 

Die häufigsten Ursachen bei Dauerkopfschmerzen liegen in der Ernährung

Doch nicht nur die Medikamente selbst sind für die belastenden Dauerkopfschmerzen verantwortlich, auch Nitrit und Natriumsglutamat ebenso wie Süßstoffe wurden als Übeltäter ermittelt. Leiden Sie zum Beispiel unter einer Unverträglichkeit gegenüber Laktose oder Gluten, kann dies dauerhafte Kopfschmerzen und Beschwerden nach sich ziehen. Eine erfolgreiche Therapie zielt auf die vollständige Umstellung der eigenen Ernährung. Wer sich basisch und ausgewogen ernährt, sollte eine baldige Verbesserung der Gesamtsituation spüren und viel seltener unter den belastenden Kopfschmerzen neigen.

 

Ursache für Dauerkopfschmerzen: Flüssigkeitsmangel

Tatsächlich trinken wir viel zu wenig über den gesamten Tag hinweg. Dabei ist Flüssigkeit und die damit verbundene Flüssigkeitsaufnahme eine der Grundvoraussetzungen für alle Körperfunktionen. Leiden Sie unter Durst, ist es eigentlich schon zu spät. Der Körper signalisiert, dass Sie zu wenig Flüssigkeit aufgenommen haben. Diesem Zustand sollten Sie entgegenwirken und über den Tag verteilt zwischen 2 l und 2,5 l Wasser oder ungesüßten Tee trinken.

Wer also regelmäßig unter Dauerkopfschmerzen leidet, sollte zunächst einmal bewusst häufiger und regelmäßig über den Tag verteilt trinken und die entsprechende Flüssigkeitsmenge nach oben setzen. In vielen Fällen stellt sich der belastende Kopfschmerz ein, da der Körper nicht genügend Wasser bekommen hat, um ohne Belastungen zu arbeiten.

Legen Sie regelmäßig eine Trinkpause ein. Gerade wenn Sie über Jahre hinweg zu wenig getrunken haben, kann ein Tagebuch helfen, jeweilige Flüssigkeitsaufnahme zu dokumentieren. Trinken Sie vor dem Essen ein großes Glas Wasser. Ganz nebenbei stellt sich auch der Sättigungseffekt viel frühzeitiger ein.

Ursachensuche in der Ernährung

An dieser Stelle dürften Sie mitbekommen haben, dass wir in der Ursachensuche und in der Behandlung von Dauerkopfschmerzen schnell zum ganzheitlichen Ernährungsberater mutieren. Der Körper selbst gibt uns durch Schmerzen und Beschwerden ein Zeichen und ein Signal, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist.

Es ist also unsere Aufgabe, auf diese Zeichen zu hören, um die Beschwerden abzustellen. Dieser logische Funktionskreislauf des Körpers kann mit einem simplen Kopfschmerz einsetzen. Achten Sie auf eine regelmäßige Ernährung, die vor allen Dingen ausgewogen, gesund, vitaminreich und fettarm ist. Der Körper dankt dies mit einem ausgeglichenen Wohlgefühl und deutlich weniger Kopfschmerzen.

 

Was sind Cluster-Kopfschmerzen?

Hierbei handelt es sich um extrem starke Kopfschmerzen, die zumeist stechend direkt hinter dem Auge beginnen und sich unverhältnismäßig auf den gesamten Kopf ausbreiten. Auf der gleichen Seite ist zum Teil sogar die Nase verstopft und es kann zu einer Schwellung und Rötung am Auge kommen. Innerhalb weniger Minuten erreichen diese Schmerzen ihren Höhepunkt und dauern bis zu maximal 3 Stunden an. Flackerndes Licht, Alkohol und Zigaretten gehören zu den häufigsten Auslösern von Cluster-Kopfschmerzen.

In diesem Fall sollten Sie sich Ruhe gönnen und alle Geräusche oder andere, optische Reize auf 0 runterfahren.

 

Schnelle Hilfe bei harmlosen Kopfschmerzen

Oftmals ist es ganz einfach, die Beschwerden bei primären Kopfschmerzen in Bezug auf die direkte Ursache abzustellen. Trinken Sie 1 l Wasser, sorgen Sie für frische Luft und gönnen Sie sich eine Verschnaufpause. Raucher sollten ihren Nikotinkonsum nach unten fahren und auf Alkohol verzichten. Viele leiden auch bei Wetterumschwüngen unter diesen Kopfschmerzen. Hier ist es empfehlenswert, sich hinzulegen und sich eine Extraportion Schlaf zu gönnen.

 

Behandlung von Dauerkopfschmerzen

Wann muss ich bei Dauerkopfschmerzen zum Arzt?

Es wäre vollkommen übertrieben, bei mäßig starken, seltenen Kopfschmerzen sofort zum Arzt zu gehen. In den meisten Fällen steckt dahinter eine harmlose Ursache, die zum Beispiel Flüssigkeitsmangel oder zu schlechte Luft im Büro. Dennoch sollten regelmäßige Schmerzen und Beschwerden nicht unterschätzt und nur mit den geläufigen Schmerzmitteln behandelt werden. Treten über die kommenden Wochen und Monate heftige Kopfschmerzen auf, sollten Sie damit unbedingt zum Arzt gehen. In Verbindung mit einer Kopfverletzung sind Kopfschmerzen ein Alarmsignal, dass ärztlich behandelt werden muss.

Plötzlich auftretende Kopfschmerzen in Verbindung mit einem Hörverlust und Sehstörungen, Sprachstörungen und Verwirrtheit ebenso wie mit Trübungen des Bewusstseins sind ein Alarmsignal. In diesem Fall sollten Sie sofort einen Notarzt rufen. In schweren Fällen können Herzattacken oder Schlaganfälle die Ursache sein. Hier zählt jede Sekunde.

 

FAZIT: Wie Sie am besten Dauerkopfschmerzen behandeln !

Der gewöhnliche Kopfschmerz lässt sich frühestmöglich durch eine nachhaltige Therapie behandelt. Wenn Sie regelmäßig unter dauerhaften und heftigeren Kopfschmerzen leiden, sollten Sie der Ursache nachgehen. Oftmals sendet der Körper Schmerzen als Signale für eine Funktionsstörung oder eine ernsthafte Erkrankung. Lebensmittelunverträglichkeiten, Flüssigkeitsmangel, eine Erkrankung, zu starke psychische oder physische Belastung sind nur einige Ursachen, die hinter den Dauerkopfschmerzen stecken.

Ein oftmals unterschätztes Problem sind die Kopfschmerzen infolge einer Medikamenten-Überdosierung über mehrere Wochen und Monate. Zu unbedarft gehen viele mit den frei verkäuflichen Schmerzmitteln um, die uns in der Werbung als Allheilmittel verkauft werden. So ist es nicht selten, dass einige mehrmals in der Woche zur Tablette greifen, um sich Erleichterung zu verschaffen. Die Gefahr, die damit einhergeht, ist keinesfalls zu unterschätzen: Viele Patienten, die unter Dauerkopfschmerzen leiden, haben diese aufgrund einer Überdosierung und aufgrund chronischen Einnahme bestimmter Schmerzmittel.

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