Borreliose im Blutbild nachweisen

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Borrelien im Blut

Im Sommer und Herbst tummeln sich unzählige beißende, kleine Tiere im Wald, die nur darauf warten, sich ihr nächstes Opfer zu packen, um sich vollzusaugen. Was hier recht melodramatisch klingt, hat einen ernsthaften Hintergrund.

Mit jedem auftretetenden Zeckenbiss kommt es zu einem Risiko für gefährliche Infektionskrankheiten und Borrelien mit. Insbesondere die beweglichen und schraubenförmigen Bakterien bergen in sich erhöhte Infektionsgefahr. Schlussendlich kann ein Facharzt Borreliose im Blutbild nachweisen und eine konkrete Diagnose erstellen. Was der Auslöser dieser Krankheit ist und wie das Blutbild eines Borreliose-Erkrankten aussieht, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Blutzellen
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Die versteckte Gefahr in Wäldern und auf Wiesen Europas

Borrelien können nicht nur Tiere, sondern auch Menschen befallen. Eine Voraussetzung ist an eine erfolgte Infektion gebunden. So müssen in jedem Fall Läuse oder Zecken als Überträger vorhanden sein. Über den Stich werden die Erreger weitergegeben. Menschen können sich untereinander mit Borreliose nicht anstecken. In den europäischen Gefilden ist in den meisten Fällen von der Lyme-Borreliose die Rede. Tatsächlich gehört Borreliose europaweit zu der am häufigsten übertragenen Krankheit durch Zecken.

Achtung: Die Bakterien kennen wiederum spezifische Untergruppen, die allesamt die gefährliche Infektion hervorrufen. Vor allen Dingen dicht bewachsene und bewaldete Gebiete in Europa gehören zu den Risikobereichen.

Auch die Zecke muss sich zuerst infizieren. Am Ende des Stiches, wenn der Parasit sich voll gefressen hat, wird das Bakterium übertragen.

Inkubationszeit: vom Stich bis zum Ausbruch von Borreliose

Die Inkubationszeit variiert zwischen fünf und 30 Tagen. So können sich wenige der Betroffenen noch an den eigentlichen Zeckenstich erinnern, wenn die Borreliose bereits ausbricht. Der überwiegende Teil hat von dem Biss überhaupt nichts mitbekommen. Im Grunde genommen stellt Borreliose weniger eine Gefahr dar, wenn diese frühzeitig im Blutbild nachgewiesen wird, denn dann bestehen optimale Heilungschancen. Wird die Krankheit viel zu spät erkannt, kann dies schwerwiegende Folgen für das spätere Leben bedeuten.

Seit vielen Jahren tüfteln die Wissenschaftler und Hersteller an einem zuverlässigen Borreliose Testverfahren. Tatsächlich ist eine Diagnostik aufgrund der verschiedenen, äußerst unspezifischen Eigenschaften sehr schwer. Da nun aber ein optimaler Heilungserfolg an eine frühzeitige Erkennung gebunden ist, sollte auch der Diagnostik höchste Priorität beigemessen werden.

 

Diagnostik: Borreliose im Blutbild nachweisen und behandeln

Eine der deutlichsten Krankheitsanzeichen für Borreliose ist der symptomatische Hautausschlag, der sich an der Stelle des Zeckenstichs herausbildet. Er hat sich als gewisse Leitsymptomatik herausentwickelt, wenn der Patient nach einem Waldspaziergang zum Beispiel beim Arzt über einen Zeckenstich berichtet. Für den Facharzt steht an dieser Stelle die Diagnose so gut wie fest.

Im Anschluss dazu empfiehlt sich der Borreliose Test über das Blutbild. Hier kann es zwischen 4-6 Wochen nach Übergabe der Bakterien zu ersten sichtbaren Veränderungen kommen. Der Facharzt sucht im Blutbild bzw. im Bluttest nach den Abwehrstoffen, die über das Immunsystem gebildet werden. Auf diese Weise möchte der Körper über Antikörper die Erreger gezielt bekämpfen. Sind demnach im Blutbild diese Antikörper vorhanden, kann der Arzt Borreliose eindeutig diagnostizieren.

Vorsicht: Ein gewisses Risiko schwingt mit dem Bluttest mit. Wie soll ein Arzt herausfinden, ob es sich nicht um eine vergangene Infektion handelt, die eigentlich schon ausgeheilt ist?

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Diagnose von Borreliose

Dementsprechend sollte ein Blutbild bzw. ein Bluttest immer in Zusammenhang mit den typischen Anzeichen analysiert werden. Die Vorgeschichte und die aktuellen Beschwerden des Patienten stehen im Fokus.

Eher unspezifische Beschwerlichkeiten stehen nicht im Zusammenhang mit diesem Bluttest, da positive Ergebnisse nur bei konkreten Krankheitsanzeichen bei der Diagnose helfen. Bisher gibt es noch keinen Schnelltest für zuhause – lediglich einige Testverfahren aus dem Labor, die dennoch mit optimaler Diagnosesicherheit nicht glänzen können.

 

Fazit: Was tun gegen Borreliose?

Im Grunde genommen sind Patienten seit jeher dazu angehalten, nach einem langen Waldspaziergang oder Aufenthalt in der Natur und in dicht bewachsenen Gegenden den Körper nach Zecken abzusuchen. Hat man nun einen Zeckenstich erkannt, sollte der Stich über die nächsten Wochen beobachtet werden. Eigentlich wird die Zecke nur dann zur Gefahr, wenn sich eine Entzündung ausgehend vom Stich ausbreitet. Dies gilt als symptomatischer Hausausschlag und Alarmzeichen, dass der Betroffene sofort einen Arzt aufsuchen sollte.

Anhand dieser Symptome erfolgt das Blutbild, wo über den Antikörpertest eine konkrete Diagnostik und Behandlung eingeleitet wird. Die einfachste Möglichkeit, stellt die Prophylaxe und das Vorbeugen der gefährlichen Stiche dar.

Zum Beispiel über Sprays, Cremes und Gel und hat jeder die Möglichkeit, Ungeziefer und Parasiten fernzuhalten und sich ruhigen Gewissens auf den nächsten Spaziergang zu begeben. Dennoch: Warten Sie mit dem Besuch des Arztes nicht zu lang, eine verspätete Diagnose und Feststellung der Krankheit kann für den Körper über den Rest des Lebens schwerwiegende Folgen nach sich ziehen.

Quelle:
https://www.zeckenstich.net/symptome.html

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