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Ist ein aufgekratzter Leberfleck gefährlich?

Wenn man Leberflecke aufkratzt

Im Prinzip sollte sich jeder an folgende Leitformel halten: Finger weg vom Leberfleck. Sie sollten niemals mit den Fingern einem Leberfleck reiben, jucken, kratzen oder gar an diesem Pigmentfleck herumspielen. Ist es Ihnen dennoch passiert und Sie haben den Leberfleck aufgekratzt? Wir haben die passenden Hinweise in diesem Beitrag zusammengestellt, wie Sie sich in diesem Fall folgerichtig verhalten.

Leberfleck

Mit dem Leberfleck zum Arzt Urheber: wavebreakmediamicro / 123RF

Was verstehen wir unter Leberflecken?

Haben Sie einen Leberfleck aufgekratzt, führt der erste Weg zu Ihrem behandelnden Hautarzt. Es ist nicht sinnvoll, selbst an einem aufgekratzten Leberfleck herum zu doktern. Sie müssen jedoch auch nicht jeden Fleck als Bedrohung wahrnehmen, schließlich hat jeder Mensch 5-10 Leberfleck am Körper. Leberflecke lassen sich als raue und dunkle Flecken auf der Haut erkennen. Sie haben ihren Namen der ähnlichen Farbe des entsprechenden Organs zu verdanken.

Die jeweilige Größe und Ausbildung sowie die Form der Leberflecken fallen äußerst unterschiedlich aus. Auf jedem Fall ist es sinnvoll, Ihre Leberflecken zu beobachten und im Auge zu behalten. Verändert zum Beispiel einer Fleck seine Größe, sollten Sie sofort zum Arzt gehen. Oder ist ein Leberfleck vielleicht nicht mehr ganz so deutlich vom Rest der Haut abgetrennt wird immer größer oder sogar dunkler. In diesem Fall ist einen Arztbesuch auf keinen Fall hinauszuschieben.

 

Warum kratzen Sie einen Leberfleck auf?

Ist es Ihnen interessiert passiert und Sie haben einen Leberfleck aufgekratzt, stellen viele dies erst über die Blutung fest. Die Ursache für das Aufkratzen eines Leberflecks kann unterschiedlich sein, die meisten kratzen einen Leberfleck unbewusst auf, sind mit dem Fingernagel oder dem Pullover hängen geblieben. Befindet sich ein Leberfleck am Fuß, können Sie diesen über das Schuhwerk aufreiben.

Auf keinen Fall ist es sinnvoll, mit einer Creme dieser Form der offenen Wunde zu leibe zu rücken. Um den Blutfluss einzudämmen, können Sie zum Beispiel ein Pflaster darauf kleben. Achten Sie beim Verkleben des Pflasters, dass die Klebeflächen nicht mit dem blutenden Bereich des Flecks Berührung kommt. Sie sollten keinesfalls selbst an einem Leberfleck herumschneiden oder diesen versuchen, zu verschließen. Was hier so skurril klingt, ist aus dem Erfahrungsschatz einiger Hautärzte. Die offene und blutende Stelle kann sich folglich immer weiter entzünden. Ausschließlich Ihr Hausarzt bzw. Ihre Hausärztin ist die richtige Person, um undefinierbare und verletzte Flecken und Muttermale professionell zu versorgen und die Wunde zuverlässig zu schließen. In einem ersten Schritt erfolgt eine Untersuchung des Leberflecks und im Zweifelsfall wird dieser sofort herausgeschnitten.

 

Leberfleck versus Muttermal

Fragen Sie sich eigentlich, was der Unterschied zwischen einem Leberfleck und eine Muttermal ist? Im Prinzip bezeichnen beide eine Fehlbildung der Haut. Leberflecken und Muttermal sind beides gutartige Wucherungen. Sie haben diese Pigmentveränderungen und Anomalien auf Ihrer Haut. Wobei das Muttermal angeboren ist, es wird auch als kongenital bezeichnet und ist schon direkt nach der Geburt sichtbar. Der Leberfleck hingegen ist erworben. Es ist anzunehmen, dass die Anzahl der Leberflecke mit den Jahren zunimmt, einige dieser Flecke können sich auch zurückbilden oder vollständig verschwinden.

 

Wann muss der Leberfleck zum Arzt?

Eine Entfernung von Leberflecken lässt zum Großteil auf kosmetische Gründe zurückführen. Fachärzte entfernen Leberflecken zum Beispiel als Sicherheitsmaßnahme, um einer möglichen Hautkrebserkrankung entgegenzuwirken. Hautkrebs in Verbindung mit dem Leberfleck wird als Melanom oder schwarzer Hautkrebs bezeichnet. Sobald eine Vorstufe von Hautkrebs zu erkennen ist, entfernt der Arzt genau diesen Leberfleck.

Es ist also sinnvoll, Ihre Leberflecken regelmäßig zu beobachten und diese keinesfalls aufzukratzen. Gerade bei Kindern sollten Sie auf diese Leberflecken achten. Haben Sie festgestellt, dass ein Leberfleck juckt, blutet oder nässt, sollten Sie sich in ärztliche Behandlung begeben und diesen Fleck untersuchen lassen. Wussten Sie eigentlich, wie Sie am besten gegen bösartige Wucherungen vorbeugen? Schützen Sie sich vor dem Sonnenbrand und halten sich nicht zu lang bzw. ohne Schutz unter dem gleißenden Sonnenlicht auf.

 

Was ist eigentlich ein Blutschwämmchen?

Diese werden in der Fachsprache auch als Hämangiom bezeichnet und verweisen auf eine gutartige Ausbildung eines Tumors. Tatsächlich sind es vor allen Dingen Babys, die in den ersten vier Wochen Blutschwämmchen entwickeln, die dann im Zuge des Lebens von selbst zurückgehen. Kommt es zu einer Wucherung der Blutgefäße, treten diese Blutschwämmchen auf dem Körper auf.

Diese können als kapilar oder kavernös bezeichnet werden:

  • Kapilare Blutschwämmchen sind zumeist angeboren und bestehen aus der kleinsten Form der Blutgefäße.
  • Kavernöse Blutschwämmchen hingegen entstehen von ganz allein in den ersten Lebenswochen.

Sie haben eine ganz eigene und unterschiedliche Form auf der Haut und zeigen eine hellrote bis hin zur blauen Verfärbung, ganz flach auf der Haut oder erhaben. Die meisten Blutschwämmchen verschwinden von allein wieder. Vergrößert sich ein Blutschwämmchen, kann es über eine Laserbehandlung oder Medikamente entfernt werden. Diese Medikamente sollen auch das Wachstum stoppen. Eine wirkliche Gefahr geht von diesen Erscheinungen jedoch nicht aus.

 

Fazit

Behalten Sie alle Leberflecke auf Ihrem Körper im Blick und reagieren Sie sofort im Falle einer ungewöhnlichen Veränderungen der Form, Größe oder Farbe. Im Vergleich zum Leberfleck ist ein Muttermal zumeist angeboren oder wird genetisch vererbt. Kratzen oder reiben Sie niemals an einem Fleck. Sollten Sie einen Leberfleck aufgekratzt haben, wird es erst gefährlich, wenn Sie versuchen, diesen auf eigene Faust medizinisch zu versorgen. Lediglich ein Pflaster ist die richtige Notfallbehandlung, sollte der Leberfleck bluten. Vereinbaren Sie dann einen Termin mit Ihrem Hautarzt, um mögliche gefährliche Erkrankungen abzuklären und frühzeitig die richtige Behandlung einzuleiten.

 

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