Analytische Psychotherapie nach C.G. Jung

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Ziele und Theorie der analytischen Psychotherapie nach C.G. Jung (Carl Gustav Jung)

Die analytische Psychologie wird auch als komplexe Psychologie bezeichnet und basiert auf der Lehre des schweizerischen Psychiaters Carl Gustav Jung, der diese Theorie begründet hat und die eigentliche Bezeichnung bereits 1912 für Freuds Tiefenpsychologie vorschlug. Schlussendlich war ein Bruch zwischen den beiden Wissenschaftlern daran schuld, dass sich die analytische Psychotherapie nach C.G. Jung als eigenständige Therapieform herausgebildet hat.

Psychotherapie C.G. Jung
Analytische Psychotherapie nach C.G. Jung (Carl Gustav Jung) Urheber: bialasiewicz / 123RF.com

In diesem Beitrag stellen wir die Eigenarten, die Behandlung und die Funktionen sowie die Therapiemöglichkeiten heraus. Heute versteht man unter diesem Ansatz die Gesamtheit aller Behandlungsmöglichkeiten für seelische Störungen, die in direkter Verbindung mit psychologischen Methoden stehen. Das Ziel: Psychosomatische und psychische Symptome sollen vollständig beseitigt werden.

 

Carl Gustav Jung versus Sigmund Freud – ein Streit auf Lebenszeit

 

Im Prinzip hat Jung seine Theorie und Methodik zur analytischen Psychotherapie in Abgrenzung als eine ganzheitlich spirituelle Basis gegenüber Freuds Tiefenpsychologie entwickelt. Tatsächlich war Karl Gustav Jung in den Jahren 1907-1913 ein Schüler von Siegmund Freund. Nicht zuletzt für seine Arbeiten ist der immerwährende Einfluss aus der mittelalterlichen Mystik und Alchemie sowie aus der Philosophie und dem Christentum von der Hand zu weisen.

Im direkten Kontrast zu seinem Konkurrenten hat es die analytische Psychologie zu keiner großen Verbreitung gebracht. Ersten 1971 bildete sich das Carl Gustav Jung Institut in Stuttgart, dass schlussendlich mit dem einsetzenden Esoterikboom eine Therapieform geschaffen hat, die bei einer immer größeren Zielgruppe ankam. Deutschlandweit gibt es nur wenige ausgebildete und erfahrene Therapeuten, die in der Lage sind: die einzelnen Therapieformen zu praktizieren. Carl Gustav dürfte über seine aktuelle Aufmerksamkeit mehr als verzückt sein und sich letztendlich am Ziele der langjährigen Arbeit sehen. Für uns ist es an der Zeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, um einen ersten Eindruck von dieser Therapieform zu bekommen.

Das Ziel der analytischen Psychotherapie nach C.G. Jung

Über viele Jahre hinweg haben sich die Methodik und ihre Ziele im Rahmen der Psychotherapierichtungen drastisch unterschieden. In den letzten Jahren ist eine zunehmende Annäherung zu beobachten, die vor allen Dingen auf die Praxis und auf die Umsetzung Auswirkungen hat. Die größten Unterschiede entfallen auf die Schwerpunkte und auf die zeitliche Orientierung: Die gegenwärtigen Therapieformen möchten im allgemeinen die verborgenen Persönlichkeitsanteile bewusst machen, um langjährige Traumata aufzuarbeiten und Verbesserungen im Hinblick auf Beziehungen und Verhaltensweisen sowie auf Konflikte, Belastungen sowie Krisen herbeizuführen.

 

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Psychotherapie

Das Herz der analytischen Psychotherapie nimmt Bezug auf das Gespräch und die eigentliche Beziehung zwischen den Therapeuten und seinen Patienten. In diesem Verhältnis ist es möglich, individuell und kontinuierlich sowie nach systematischen Vorgehensweisen die Dialoge zu steuern.

Eine zwingende Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist der Patienten, sein Innenleben und die individuellen Bedürfnisse. Diese Angaben sind notwendig, um der Problematik und dem Leidensdruck auf den Grund zu gehen, an sich selbst zu arbeiten, um schlussendlich Verantwortung für das persönliche Verhalten zu übernehmen. Für den Dialog und die Kommunikation stehen zum Teil sprachliche und nichtsprachliche Mittel zur Verfügung. So werden zum Beispiel zunehmend körperliche und seelische Gestaltung eingesetzt.

 

Zielsetzungen und Methodik der allgemeinen Psychotherapie

Die analytische Psychotherapie nach C.G. Jung ergänzt die allgemeine Psychotherapie, zum Beispiel durch die Selbstregulation oder durch kollektive Dimensionen des Unterbewussten, durch die Sinnfindung oder durch einen religiösen Bezug. Bezieht sich der Begriff im Allgemeinen auf die analytischen Langzeit Psychotherapieformen, die sich schlussendlich entscheidend von der Verhaltenstherapie abgrenzen möchten. Ein Patient setzt sich mit den Patientinnen und traumatischen Ereignissen und Konflikten seines Lebens auseinander. Auf diese Weise soll auch eine unbewusste Berücksichtigung der vorliegenden Aspekte Assoziationen, Symptome sowie Beziehungsmuster und Assoziationen in Augenschein treten.

 

Die Inhalte und Kernaspekte der analytischen Psychotherapie

Die analytische Psychotherapie nach C.G. Jung wird als Einzeltherapie, aber auch als Familientherapie oder in Paaren- und Gruppensitzungen angeboten. In einem Dialog zwischen zwei gleichberechtigten Partnern erfahren beide eine tiefergehende menschliche Begegnung, dabei übernimmt der Therapeut die Aufgabe des Seelenführers.

Eine bestimmte Technik, eine Methode oder Vorgehensweise liegt nicht zu Grunde, es erfolgen eine individuelle Konzentrationen und ein Fokus auf den Patienten. In dieser Therapieform geht es uns vielmehr um Einbildung, Imagination, Fantasien und Träume. Sie werden dazu aufgefordert, mit Träumen fantasiereicher umzugehen, dafür es erforderlich, dass der Therapeut über Wissen im Bereich Symbolkunde und Mythologie verfügt. Tatsächlich kann die analytische Psychotherapie auch bei Kindern folgerichtig angewendet werden, wobei hier jedoch Spielelemente, Puppenspieler oder Rollenspiele eingesetzt werden. Familientherapien sind dabei eher selten.

 

Die Theorie nach C.G. Jung

In der jeweiligen Therapie ist von der Ganzheit und von der Polarität eines Menschen die Rede. Der Mensch ist also nicht mehr in der Lage, sich selbst als Ganzheit an sich zu akzeptieren und bildet folglich Neurosen aus. Dieses allumfassende Selbstbild wird dabei zum Kernpunkt des Menschen und gilt als grundlegende Voraussetzung, um die eigene Individualität auszubilden. Es kommt immer dann zu psychischen Störungen, wenn das Selbstbild in der individuellen Entfaltung gestört ist. Die analytische Psychotherapie nach C.G. Jung definiert zum Beispiel eine Neurose als das Leiden der Seele.

 

Fazit

Bis zum heutigen Tage existieren keine kontrolliert wissenschaftlichen Studien und Untersuchungen zur analytische Psychotherapie nach C.G. Jung, was die jeweiligen Risiken und die Wirksamkeit in die Diskussion stellt. Doch wurde die Therapieform von den Krankenkassen anerkannt und finanziell unterstützt, vorausgesetzt ein Arzt und ein geschulter Therapeut haben diese kassenärztlich verschrieben. Schlussendlich bilden hier die Erfahrungsberichte der Patienten einen Beweis für die Wirkung der Therapieform der analytischen Psychotherapie nach C.G. Jung. Zusammenfassend geht es um das Selbst und das Bild des Menschen, das dieser von sich zeichnet.

Immer wenn es in diesem Bereich zu Störungen kommt, wirken sich diese unweigerlich auf die Psyche eines Menschen aus. In individuellen Einzelsitzungen, Gruppensitzungen oder noch seltener in Familiensitzungen geht man verborgenen Problemen und Krisen sowie Konflikten auf den Grund: Oftmals setzen Therapeuten Träume und unterbewusste Wünsche ein, um zum Ziel zu gelangen. Nach einer fixen Methodik zu suchen, ist vergebens, da einzig und allein der Patient und seine Problematik im Fokus stehen und sich die jeweilige Methodik nach seiner persönlichen Problematik richtet.

 

weiterführenden Information:

http://www.psychotherapie-netzwerk.de/infobuero/therapie/tiefenpsychologie/analytische_psychologie/analytische_psychologie.htm

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