Chronisches Erschöpfungssyndrom homöopathisch behandeln

Naturheilkunde beim Chronischen Erschöpfungssyndrom

Wir geben Ihnen effektive Ratschläge, wie Sie ein chronisches Erschöpfungssyndrom  homöopathisch behandeln und mit Methoden der Naturheilkunde Ihren Zustand verbessern können. Patienten, die unter einem chronischen Erschöpfungssyndrom – kurz CFS – leiden, kämpfen seit Jahren für die Akzeptanz ihrer Erkrankung in der Gesellschaft gegenüber zahlreichen Ärzten. Betroffene berichten, lediglich 20 % der Gesamtenergie über den Tag hinweg nutzen zu können. In schlimmen Phasen zittern die Beine, es kommt zu extremen Hitzewallungen und der Körper steht kurz vor einer Ohnmacht.

Homöopathie bei Erschöpfung
Erschöpfung ohne Tabletten behandeln? Urheber: sauvignon / 123RF .com

Welche Ursachen hat ein chronisches Erschöpfungssyndrom?

Viele Patienten sind enttäuscht von der Schulmedizin, da sie im Falle des chronischen Erschöpfungssyndroms nur in Ansätzen eine wirkliche Linderung erfahren. Diese Krankheit stellt Mediziner immer wieder vor Rätsel. Ihre Ursachen erscheinen zumeist nebulös und die Symptome äußerst vielfältig. Die Patienten leiden zum Teil unter ständigen Schwächeanfällen, unter andauernden, chronischen Schmerzen sowie Schlafstörungen. In unmittelbarer Folge verfallen zahlreiche Patienten in tiefe Depressionen, da sie sich nicht imstande sehen, ihrem Leiden eine Ende zu setzen. Zum Teil werden Betroffene sogar als Simulanten abgestempelt. Dabei gehen Hochschätzung mittlerweile von einem CFS Patienten von 300 in Deutschland aus.

 

Was sagt die Naturheilkunde zum chronischen Erschöpfungssyndrom?

In einer Studie testeten britische Forscher die Wirksamkeit einer Therapie bei 641 Patienten und veröffentlichte ihre Ergebnisse im Fachmagazin „The Lancet“. Leider half eine einheitliche Therapie nur sechs von insgesamt zehn Patienten. So ist es immer noch nicht gelungen, eine einheitliche Therapie für alle CFS Patienten zu entwickeln. In der Folge greifen die Ärzte auf eine ganze Bandbreite unterschiedlicher Behandlungsansätze zurück.

Vor allen Dingen homöopathische Ansätze und Behandlungsmethoden werden beim chronischen Erschöpfungssyndrom eingesetzt. Immer mehr enttäuschte Patienten wenden sich den Naturheilmitteln zu. Die Naturheilkunde sieht im chronischen Erschöpfungssyndrom eine Grunderkrankung, die diesen Zustand auslöst. Mit diesem Syndrom zeigt der Organismus, das er sich noch in einem funktionsfähigen Stadium befindet, jedoch abbauende Stoffwechselprozesse bereits in Gang gesetzt hat, um sich wieder zu regenerieren.

Folgende Heilverfahren beim chronischen Erschöpfungssyndrom einsetzen:

–       Akupunktur,

–       Bachblütentherapie,

–       Ayurveda,

–       Homöopathie,

–       Fußreflexzonentherapie,

–       Kräuterheilkunde oder

–       medizinischer Heilhypnose.

 

Was verschreiben Heilpraktiker bei chronischem Erschöpfungssyndrom?

Der Heilpraktiker Andreas Ulmicher hinterfragt das psychosomatische Geschehen im Hintergrund. Zum Teil sind die Ursachen nicht nur dem Erschöpfungssyndrom an sich zuzuweisen. Seine Patienten kommen zumeist in einer schlechten Ausgangsverfassung in die Praxis. Dieses Syndrom geht zum Teil mit einer vollständigen Sympathikus Erschöpfung einher. Warum also nicht eingangs den Sympathikus mobilisieren?

Ulmicher empfiehlt die Umstellung der Ernährung im Hinblick auf leicht verdauliches Eiweiß und hochwertige Fetten, die den Darm stärken. Omega-3-Fettsäuren wirken zudem entzündungshemmend. Lebensmittel, die Blattsalate, Sprossen und Gemüse sowie stärkereiche Kohlenhydrate und eine Reduktion von Zucker und Obst sowie Fruktose sollen den Patienten auf seine Behandlung einstellen. Darüber hinaus empfiehlt Ulmicher die Stärkung des hormonellen vegetativen Systems über Einzel- und Komplexmittel, wie zum Beispiel Berberis, Hypophysis sius, Bellis perennis und Panax ginseng. Die jeweiligen Naturheilmittel werden immer im Hinblick auf die Symptome ausgewählt.

In der folgenden Übersicht bringen wir typische Symptome mit den passenden homöopathischen Mitteln in Verbindung:

–       Arnica: bei Folgen von Überanstrengung und Übermüdung,

–       Arsenicum album: Gefahr eines Kollaps, Überarbeitung, Abmagerung und schnelle Erschöpfungszustände,

–       Calcium phosphoricum: Wetterfühligkeit, Appetitlosigkeit und Konzentrationsschwäche,

–       Carbo vegetabilis: Gefahr eines Kollaps, Müdigkeit in der Folge von Krankheiten, zunehmende Gedächtnisschwäche,

–       Damiana: körperliche und geistige Einschränkung bedingen einander, es treten zum Teil Schlafstörungen auf,

–       Sepia: Schwächezustände gerade bei Frauen, hormonell bedingte Depressionen und nervöse Erschöpfungszustände

–       Gelsemium: körperliche sowie geistige Erschöpfung, Schwindelgefühle, Zunahme von Kopfschmerzen und Probleme, sich zu konzentrieren,

–       Phosphorus: bei Gliederschwäche, Überanstrengung und Konzentrationsschwäche,

–       Selenium: Zunahme von Impotenz und sexueller Schwäche, Appetitlosigkeit und Nervosität sowie schnelle Ermüdung.

 

Selbst unter den Experten gibt es immer noch keine Einigung, mit welcher einheitlichen Therapie ein chronisches Erschöpfungssyndrom zu behandeln ist. So orientiert sich eine wirklich effektive Behandlung immer an den belastenden Symptomen, unter denen ein Patient leidet. Neben Schmerzmitteln erzielen vor allen Dingen Naturheilmittel und Methoden der Psychotherapie überzeugende Ergebnisse im Kampf gegen CFS.

 

weiterführenden Information

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=33607

Letzte Aktualisierung am

Literatur:

  • Wolfgang Piper: Innere Medizin. 2. Auflage. Stuttgart 2012: Springer-Verlag.
  • Gerd Herold: Innere Medizin. Köln 2016: G. Herold Verlag
  • Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber für Ärzte
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne ( Sie dürfen als erster diesen Artikel bewerten.